„Da läuft mir der Sack von der Karre“ Sitzung der BV IX / Kipphardt unzufrieden mit Grünflächenplanung im Ruhrbogen

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Ratsherr Guntmar Kipphardt.

Die Bezirksvertretung IX und ihr Bürgermeister Dr. Michael Bonmann blieben sich treu: Die Unterbringung von Asylbewerbern ist im Rat bereits beschlossen worden? Dann fliegt sie bei uns von der Tagesordnung!

Aufregung gab es in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung über den Fahrrad-Beauftragten, der kurzerhand einige Kettwiger Einbahnstraßen als für Radfahrer in beide Richtungen befahrbar erklärt hatte – und zwar gegen ausdrückliche Beschlüsse der BV: „Das ist kein guter Stil!“, hieß es einvernehmlich.

Dann durfte Bonmann ein neues Bezirksvertretungsmitglied begrüßen. Da Ratsfrau Martina Schürmann ihr Amt niedergelegt hatte, rutscht Herbert Schermuly nach und nimmt den frei gewordenen Platz in der Neunerriege der CDU ein. Schermuly ist Rentner, war Betriebsrat und Jugendsprecher.

Sturmtief "Ela"

Dirk Heimeshoff, Bereichsleiter bei Grün und Gruga, dokumentierte mit beeindruckenden Fotos die Auswirkungen des Sturmtiefs „Ela“ auf die Waldungen und Baumpflege im Bezirk IX. Enorme Schädigungen bereiten noch immer Probleme, zeitweise waren über 450 Personen mit schwerem Gerät im Einsatz. In der ersten Zeit kostete jeder Einsatztag zwischen 300.000 und 400.00 Euro, insgesamt hat die Stadt rund 60 Millionen Euro zur Beseitigung der Sturmschäden aufzuwenden. Die Arbeiten dauern an, die Wälder wurden noch gar nicht untersucht und sind deshalb weiterhin bis mindestens zum nächsten Frühjahr gesperrt. Erst Ende 2015 werden die meisten Schäden beseitigt sein.

Kritik

Die BV-Mitglieder zollten Heimeshoff und seinen Leuten großen Dank für die unermüdlichen Anstrengungen, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.
Nach so viel Lob blieb Heimeshoff Kritik nicht erspart. Die Grünflächenplanung für das Baugebiet Ruhrbogen fand überhaupt nicht den Gefallen von Ratsherr Guntmar Kipphardt: „Da läuft mir der Sack von der Karre. So war das nicht abgesprochen!“, erklärte der Christdemokrat. Ansässige Sportler dürften nicht leiden – doch in den neuen Entwürfen sei die für die Ruderer wichtige Hangfläche durch Treppen unbenutzbar geworden. Kipphardt fragte laut: „Ursprünglich sollte doch dort Kunst platziert werden – und der Weg verschwindet im Nirvana?“
Auch Daniel Behmenburg hakte nach: „Die Durchstreckung des Promenadenwegs war doch nie in Frage gestellt worden?“
Dirk Heimeshoff stellte jedoch klar: „Diese Pläne sind nicht von Grün und Gruga, und wir haben da auch Bauchschmerzen, zum Beispiel mit der Ausgestaltung des Spielplatzes.“ Ratsherr Kipphardt blieb hart und forderte, dass „auch das Planungsamt eine Ideenskizze erstellen soll.“

Neue Fußballtore

Im Haushalt 2014 waren noch Restmittel zu vergeben – die Sportbetriebe dürfen für den Sportplatz Ruhrtalstraße insgesamt über 8000 Euro ausgeben: es wird einen Zuschuss zur neuen Heizungsanlage geben, neue Jugendtore und Kontergewichte zu deren Sicherung, eine Trainerkabine und drei Handtrockner.
Der Eingangsbereich des Schwimmzentrums bekommt für 900 Euro eine neue Bestuhlung.

Verkaufsoffen

Als verkaufsoffene Sonntage im Jahr 2015 wurden folgende Termine vorgeschlagen:
31. Mai Frühlingsfest
13. September Brunnenfest
25. Oktober Kürbisfest
13. Dezember Weihnachtsmarkt

Die Seniorenbeauftragte Elke Gockel berichtete: „Am Mittwoch, 5. November, findet im Rathaus Kettwig ein Seniorentag statt.“ Viele Gruppen hätten ein umfangreiches Programm ausgearbeitet.
Einen kurzen Bericht aus der Unfallkommission der Stadt Essen gab Holger Ackermann. Zu den schon bekannten Unfallschwerpunkten ist in letzter Zeit die Kreuzung Graf-Zeppelin- / Schmachtenberg- / Wilhelmstraße gekommen.
Sieben Sitzungstermine wurden für das Jahr 2015 festgelegt, jeweils der letzte Dienstag im Monat, ab 16 Uhr: 27.Januar, 24.Februar, 28.April, 23.Juni, 29.September, 27.Oktober und 24.November.
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