Flüchtlingsdorf in Heidhausen öffnet Anfang Oktober

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Viele Werdener und Heidhauser Bürger informierten sich am Donnerstagabend über das Flüchtlingsdorf Am Volkswald. (Foto: Bangert)

Werden. Anfang Oktober ziehen die ersten Verfolgten ins Heidhauser Flüchtlingsdorf auf dem Sportplatz Am Volkswald ein. Das erklärt Essens Sozialdezernent Peter Renzel am Donnerstagabend in der Aula des Werdener Gymnasiums.

„In unserer Stadt begegnen wir Menschen, die Schreckliches erlebt haben“, sagt Renzel. „Und wir müssen sie integrieren“, fährt er fort.
Angesichts der großen Anzahl der Flüchtlinge sucht die Verwaltung händeringend nach Unterkünften. „Unsere vorhandenen Plätze sind komplett belegt.“

Weil die Anzahl der Asylsuchenden weiter steigt, greife die Verwaltung auf die Flüchtlingsdörfer zurück. „Die Alternative wäre die Nutzung von Turnhallen gewesen.“

Renzel widerspricht Befürchtungen, dass das Flüchtlingsdorf in Heidhausen überbelegt werden könnte. „Es ist für maximal 210 Menschen ausgelegt. Nach unseren Erfahrungen werden vermutlich weniger Menschen dort untergebracht. Eine Überbelegung wird es nicht geben“, betont Renzel. Aktuell liefen die Vorbereitungen Am Volkswald auf Hochtouren.
„Wir verbreitern ab der kommenden Woche die Zufahrt, um die gesetzlichen Vorgaben für Flucht- und Rettungswege zu gewährleisten.“ Das dauere rund eine Woche. Die Zufahrt zu einigen Garagen werde deswegen für kurze Zeit nicht möglich sein.

„Auf dem Areal entstehen dann vier Wohnbereiche und Sanitärcontainer“, erläutert Renzel. Jedem Bewohner stünden 3,5 Quadratmeter Raum zur Verfügung. Sie würden rund um die Uhr betreut.

Die ärztliche Versorgung finde über die niedergelassenen Ärzte und Kliniken im Umkreis statt. Wer das Dorf beziehe, stehe noch nicht fest. „Es werden Menschen aus verschiedenen Ländern dort einziehen“, so Renzel.
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