Kein Schmuckstück - Stadt sichert verwildertes Grundstück des TC Blau-Weiß

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Völlig verwahrlost präsentiert sich inzwischen das ehemalige Gelände des TC Blau-Weiß an der Icktener Straße. (Foto: Dieter Kremer)
Ein Schmuckstück ist das ehemalige Gelände des TC Blau-Weiß an der Icktener Straße schon lange nicht mehr und Tennisbälle fliegen dort höchstens noch, wenn Hundebesitzer ihre Vierbeiner sportlich aktivieren wollen. In den letzten Wochen jedoch ist aus dem Ärgernis eine Gefahrenquelle geworden.

Dementsprechend entrüstet beschwerten sich Anwohner bei der Stadt Essen und forderten ein Eingreifen seitens der Ordungskräfte, damit die Gefahren für spielende Kinder zumindest wieder auf ein Minimum reduziert werden könnten. Vor allem das aufgebrochene Vereinsheim und mehrere Kanister mit brennbaren Materialien stachen den Anwohern ins Auge.
Die Stadt Essen reagierte diesmal auch prompt, überprüfte das Gelände, entfernte die drei Kanister mit Benzin und forderte den Eigentümer auf, weitere Maßnahmen zur Sicherung des Geländes durchzuführen. Wobei eigentlicher Eigentümer des Geländes ist die Stadt Essen, die das Grundstück vor gut fünf Jahren als Erbpachtgrundstück an den TC Blau-Weiß abtrat. Der hat allerdings inzwischen einen Insolvenzantrag gestellt, so dass auch das Grundstück in die Insolvenzmasse überging.

Verantwortung liegt aktuell beim Insolvenzverwalte

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Daher trägt aktuell der zuständige Insolvenzverwalter Eberhard Stock von Niering/Stock/Tömp aus Rüttenscheid die Verantwortung für das Gelände. Angesprochen auf die aktuellen Begebheiten erklärte Eberhard Stock. „Natürlich liegt die Verantwortung aktuell in meinen Händen. Doch leider gibt es in der Insolvenzmasse des Vereins nicht die notwendigen Mittel, um den Unterhalt und die Sicherung des Geländes zu finanzieren.“
Zudem wies er daraufhin, dass es sich nicht vermeiden ließe, wenn leer stehende Grundstücke trotz einer bestehenden Sicherung mit der Zeit verwahrlosen würden. Direkt nach Übernahme des Mandats hätten er und seine Kanzlei auch alle brennbaren Materialen und alle übrigen Dinge vom Gelände entfernt. Daher müssten die gefundenen Benzinkanister nachträglich auf das Grundstück verbracht worden sein. Im kommenden Jahr wolle er zudem das Gespräch mit der Stadt suchen, ob das Gelände nicht wieder in das Eigentum der Stadt Essen zurückgeführt werden könne. Ein entsprechender Passus sei in dem Erbpachtvertrag mit dem TC Blau-Weiß auch enthalten.
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