Kettwig: Asylbewerberheim liegt vorerst auf Eis

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Angesichts fehlender Gelder wird die Containersiedlung für Asylbewerber nahe des Kettwiger Bahnhofs vorerst nicht gebaut. (Foto: Bangert)

Kettwig. Die bereits beschlossene Containersiedlung am Kettwiger Bahnhof wird vorerst nicht gebaut. Das teilte Holger Peters von der Stadtverwaltung während der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung mit.

Als Grund nannte er fehlende Gelder. „Der Bund zahlt nur die konsumtiven Lasten“, so Peters. Investitionen in Flüchtlingsheime lägen bei den Kommunen, „obwohl das Asylrecht Sache des Bundes ist.“
Da die Stadt Essen aber kein Geld für den Bau von Unterkünften habe, werde vorerst nicht gebaut. „Der Bau ist immer günstiger als die Anmietung von Gebäuden“, sagte Peters.

Bewerberzahlen steigen an


Angesichts der prognostizierten Asyslbewerberzahlen, werde auch Essen in diesem Jahr mehr Flüchtlinge aufnehmen. „Wir gehen davon aus, dass 1.460 neue Asylbewerber in diesem Jahr nach Essen kommen.“ Die Verwaltung strebe an, die zusätzlich 140 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak in Privatwohnungen unterzubringen. Entsprechende Gespräche mit Vermietern liefen. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, kann sich jederzeit an die Verwaltung wenden.
Derzeit lebten in den städtischen Unterkünften 650 ausreisepflichtige Menschen aus sicheren Drittstaaten. Ein Großteil könne nicht zurückgeführt werden, weil Widersprüche, Klagen oder Krankheit dies verhinderten. Diese Ausreisehemmnisse würden derzeit geprüft.

Land baut Abschiedehürden auf


Allerdings habe das Land im Dezember vergangenen Jahres „überraschend zusätzliche Hürden für eine zeitnahe Rückführung ausreisepflichtiger Personen eingeführt.“
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