Kunstwerk von Heiligenhauser Künstlern mutwillig zerstört

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Die Installation wird besichtigt
Allensbach: Seegarten | Es hätte so schön sein können. Am 13. Mai fand in Allensbach am Bodensee die sehr gelungene Vernissage der Art Allensbach statt. Begleitet von bekannten Musikern wurde die Kunstausstellung, die noch bis zum 14. Oktober zu sehen ist, eröffnet. Das Thema „Brücken bilden“ wird von 32 Künstlern in seiner wörtlichen bzw. in seiner übertragenen Bedeutung dargestellt. Das Seegarten genannte Uferstück direkt am Bodensee bildet eine reizvolle Kulisse für die ausgestellten Werke und ist für alle Besucher frei zugänglich.
Diese Zugänglichkeit lockte leider schon eine Woche später bisher Unbekannte an, die das Kunstwerk des Künstlerehepaars Anette und Lukas Lenzing aus Heiligenhaus zerstörte. Die mit JE SUIS betitelte Installation besteht aus sechs Buchstaben aus Edelstahlblech und bezieht sich, wie schon zu vermuten, auf das seit dem Überfall auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo allgemein als Solidaritätsbekundung verwendete Wortpaar. Das Thema der Ausstellung „Brücken bilden“ wurde hier mit Solidarität zeigen, sich vernetzen, in Verbindung treten, Brücken bilden interpretiert. In einem Baum hängend, ist dieses Werk seit dem Anschlag in Manchester leider wieder hochaktuell.
Wer fühlte sich dadurch dermaßen provoziert, dass er Werkzeug mitbrachte und die Stahlseile durchkniff? Mit einfachem Reißen ist es unmöglich die Aufhängung, die für eine Bruchlast von 190 kg ausgelegt ist, zu zerstören. Was hat es zu bedeuten, dass ausgerechnet versucht wurde, die beiden „S“ mitzunehmen?
Die Organisatoren versuchten, das Ganze als „Sturmschaden“ darzustellen. Die Künstler haben Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.
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