Mehr Polizei für Kettwig gefordert

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Die Kettwiger sind besorgt über die Einbrüche. Am Sonntagnachmittag, 21. Dezember, erbeuteten Einbrecher einen Tresor mit Bargeld und Schmuck im Schmachtenbergviertel. (Foto: Bangert)

Burkhard Settner und Monika Mammone sind sauer: Sie fordern mehr Polizeipräsenz in Kettwig. Die Wache soll künftig auch am Wochenende besetzt sein. Auch KettIn fordert mehr Sicherheit.

„Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Kettwig zur Zeit eine Einbruchsserie erlebt.“ Das erklären Monika Mammone von der „Romeo-Eisdiele“ in der Hauptstraße und der Kettwiger Bürger Burghard Settner.
Deswegen haben sie eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Ihr Ziel: eine ständige Besetzung der Polizeistation unterhalb der Kettwiger Hauptstraße.

„Wir wollen ein weiteres Ausbreiten der Einbrüche verhindern“, so Settner. Die ersten 500 Unterschriften seien bereits gesammelt, sagt Initiator Settner. „Die Resonanz in der Bevölkerung ist sehr groß“, fährt er fort.
„Diese Aktion weiten wir in den kommenden Tagen auf Vor der Brücke aus. Zusätzlich soll die Aktion über Werden auch in die Stadtteile Bredeney und Haarzopf getragen werden“, kündigte er an.


„Im Falle eines kriminellen Vorgangs dauert das Eintreffen der Polizei viel zu lange. Deswegen ist die ständige Besetzung der Wache an der Hauptstraße und mehr Präsenz nach Einbruch der Dunkelheit nötig.“
Settner bezweifelt, dass der Personalabbau bei der Polizei auch durch eine „Umschichtung des Dienstes“ aufzufangen sei.

Auch der Vorsitzende der Kettwiger Interessengemeinschaft für Handel, Handwerk und andere Dienstleistungsbetriebe (KettIn), Wolfgang Bieger, unterstützt Settners Anliegen.

In einem Brief an die Essener Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr, bittet Bieger darum, die Wache rund um die Uhr zu besetzen. Sollte man beim Polizeipräsidium auf taube Ohren stoßen, spreche KettIn den Landesinnenminister an. Dann sei es auch sinnvoll, die Unterschriftenliste als eine Petition an den Landtag zu geben.

Bieger fordert aber auch alle Geschäftsleute auf, sich an den Kosten des in Kettwig tätigen Sicherheitsdienstes zu beteiligen.
„Es gab am Anfang des Monats eine kleine Häufung von Einbrüchen in Kettwig. Aber durch gezielte Maßnahmen haben wir sofort dagegengesteuert“, erklärt Polizeipressesprecher Ulrich Fassbender. Allerdings sehe der Bürger vor allem die verdeckten Einsätze der Polizei nicht. „Und wir waren mit vielen zivilen Kräften vor Ort“, betont der Pressesprecher.

Er appeliert an die Kettwiger, der Polizei ungewöhnliche Dinge unter der Telefonnummer 110 mitzuteilen. „Wer einen Enbrecher sieht, sollte ihn nicht ansprechen, sondern sofort die Polizei anrufen. Die Beamten werden dann gezielt ihre Fragen stellen. Unser Ziel ist es, die Täter auf frischer Tat zu ertappen.“ Niemand sollte sich scheuen, der Polizei auch andere Auffälligkeiten mitzuteilen, betonte Fassbender.
Eine ständige Besetzung der Wache führe nicht zu mehr Sicherheit in Kettwig“, sagte Fassbender. Es sei viel besser, das Personal auf der Straße einzusetzen.
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1 Kommentar
30.992
Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 23.12.2014 | 22:36  
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