Rat diskutiert Autobahnpläne

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Während der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch stand unter anderem der Bundesverkehrswegeplan 2030 auf der Tagesordnung.
A40-Ausbau von großer Mehrheit begrüßt

Der Ausbau der Autobahn 40 in Richtung Essen soll nicht an der Stadtgrenze enden. Darüber herrschte bei den Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, EBB, FDP und Die Linke während der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch Einigkeit.

Die Politiker beauftragten die Verwaltung „die Aufnahme des sechsspurigen Ausbaus der A40zwischen der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen und Essen-Zentrum in den vordringlichen Bedarf des Bundeswegeplans zu beantragen.“ Im Zuge des Ausbaues soll die tadtbahnstrecke auf das Niveau der Wohnbebauung angeglichen werden und die Autobahnstrecke selbst abgedeckelt werden. Zusätzlich soll die Bundesregierung um eine Machbarkeitsstudie für die diese Pläne ersucht werden. Die Politik forderte zudem, dass diese Maßnahme kurzfristig erfolgt. Die Idee der Abdeckelung steht seit Ende der 70er-Jahre auf der Agenda.
Durch den Deckel über der Autobahn ergäben sich nicht nur erhebliche Lärm- und Abgasminderungen für die Bevölkerung, sondern auch ganz neue städtebaulichen Perspektiven.

Einigkeit auch bei A 42


Große Einigkeit herrschte zumindest auf Seiten von SPD, CDU, Grüne und Die Linke beim Thema Ausbau der A 42. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine neue Anschlussstelle an der A42 im Bereich des Essener Stadthafens als vordringliche Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 einzubringen. Die Abfahrt würde das große Gewerbegebiet inklusive des künftigen interkommunalen IKEP-Gewerbegebiets erschließen. Auch die Anbindung des Westviertels, der Innenstadt und Allendorfs würde verbessert.

Rhein-Ruhr-Express


Positiv betrachtet die Politik die Aufnahme des Rhein-Ruhr-Express (RRX) in den vordringlichen Bedarf. Dies sollte aber auch für den Ausbau der Bahnhöfe Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath gelten. In den vordringlichen Bedarf gehöre außerdem der sechsgleisige Ausbau zwischen Düsseldorf-Kalkum und Duisburg sowie der zweigleisige Ausbau der Strecke Münster-Lünen. Nur so könne die Zuverlässigkeit der Verbindungen nach Essen gewährleistet werden.

Radschnellweg aufnehmen


Mit großer Mehrheit forderte die Rat auch die Aufnahme des Radschnellweges Ruhr (RS1) in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufzunehmen. Die Finanzierung müsse durch Bund und Land sichergestellt werden. Der runr 100 Kilometer lange Radwegstehe für eine moderne verkehrspolitik und habe bereits heute „Vorzeigecharakter“ auf internationaler Ebene.

A 52-Ausbau kontrovers diskutiert

Die Einigkeit der Politik endete beim Thema A 52. Grüne wie Die Linke lehnten den geplanten Aus/Neubau ab. Man möge doch diese „unglückseligen Neubaupläne der A 52 beerdigen“, so die Forderung. Die Mehrheit der Ratsvertreter befürwortet den Neubau.


Autobahnpläne nach dem Bundesverkehrswegeplan

Nach dem Bundesverkehrswegeplan sollen bis 2030 viele relevante Autobahnen (A 40, A 42,A 44 und A 52), die nach Essen führen, saniert oder in Teilen neu gebaut werden. Dafür stehen rund 754,2 Millionen Euro nur für den Straßenbau zur Verfügung.
Zu demmaßnahmen gehören die bevorstehende Fertigstellung der A44 in Velbert und der sechsspurige Ausbau der A 52 von Breitscheid bis Rüttenscheid. Geplant ist außerdem eine neue Trasse, die auf der Strecke der heutigen B 224 verläuft. Sie führt vom Grenzgebiet Essen, Gladbeck und Bottrop bis zum Autobahnkreuz Essen-Nord und sorgt für eine Anbindung an die A 42.
Geplant ist der sechsspurige Ausbau der A 40 von Kreuz Kaiserberg bis Essen Frohnhausen sowie der 6-streifige Ausbau der A 42 von Bottrop über Essen bis Herne. Insbesondere die Gewerbegebiete im Essener Norden würden davon profitieren.
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