Rathausturm: Weitere Schäden endeckt

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Auch die Tuffsteine, die als Verkleidung am Rathaus angebracht wurden, sind zumindest im oberen Teil möglicherweise nicht mehr fest verankert.

Kettwig. Die Schäden am Kettwiger Rathausturm sind größer als zunächst angenommen. Das erklärte Ingo Penkwitt, Leiter des Amtes für Immobilienwirtschaft, am Dienstag gegenüber der Bezirksvertretung IX.


Im Zuge des Turmabbaues stellte die Verwaltung weitere Schäden fest.
Zumindest im Turmbereich sind die Tuffsteinplatten, die den Turm verblenden, nicht mehr optimal verankert. „Die rund acht Zentimeter dicken Platten sind mit Mörtel und je zwei Metallhaken verankernt“, sagte Penkwitt. Bei der Überprüfung zeigten einige der Metallhaken Mängel. Derzeit prüfe die Verwaltung, wie die Verblendungsplatten optimal verankert werden können. Offen sei noch, bis zu welcher Tiefe die Verblendungen betroffen sind. An der Turmseite reichen die Tuffsteinplatten in unterschiedlicher Größe bis zur Erde.
Die Sanierung des Turmes soll Mitte 2016 abgeschlossein, kündigte Penkwitt an.
Der seit Wochen gesperrte Zugang zum Standesamt und der Bürgerbezirksstelle finde in der kommenden Woche ein Ende. Dann schütze ein Tunnel am Eingangbereich die Besucher.
„Wenn Privatunternehmen die Barriefreiheit über diesen langen Zeitraum nicht gewährleistet hätten, hätte es großen Ärger geben“, kritisierte Dr. Michael Bonmann. Verärgert zeigte sich der Bezirksbürgermeister auch, dass noch immer kein Nutzungskonzept für das alte Rathaus vorliege.
In einer Tischvorlage kündigte die Verwaltung an, das es einen Interessenten gebe, der den unteren Bereich des alten Rathauses gastronomisch nutzen wolle. Danach schwebe dem Investor vor, ein Cafe zu eröffnen, das auch als Ausstellungsraum dienen könnte. Im Aussenbereich möchte er bis zu 40 Tische bewirtschafteten. Das Cafe soll an sechs Tagen jeweils ab 10 Uhr geöffnet werden. Auch Cartering für Hochzeitspaare wären möglich. Zusätzlich interessiere den Gastronomen die derzeit leerstehende Hausmeisterwohnung. In beiden Bereichen sei der Interessent bereit, sich an notwendigen Renovierungskosten zu beteiligen. Deren Höhe werde derzeit ermittelt, informierte der Amtsleiter.
Eine positive Nachricht hatte Penkwitt noch mitgebracht: Die Bezirksverwaltungsstelle zieht im Herbst in die neu renovierten Räume im ersten Obergeschoss des neuen Rathausteiles ein, der barriefrei ist.
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