Stellplatz oder Carsharing?

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Kettwig. Die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt von Jahr zu Jahr. Von Mai 2014 bis Mai 2015 erhöhte sich die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Essen um ein Prozent. Im Mai waren in Essen damit 334.038 Fahrzeuge angemeldet. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Demgegenüber fehlt aber eine ähnliche „Vermehrung“ von Parkflächen. Und das wäre auch aus Umweltschutzgründen problematisch. Eine Lösung bietet Carsharing. Dahinter steht die Idee, ein Fahrzeug mit vielen anderen zu teilen. So fällt unter gewissen Umständen die Anschaffung eines Zweitwagens weg. Und das bei geringeren Kosten, errechnet der Bundesverband CarSharing.
Zudem spare ein Carsharingplatz bis zu zehn Stellplätze ein. Dadurch vermindere sich der Parkdruck.

Caresharingplatz spart bis zu zehn Stellplätze


„Das gilt auch für Kettwig“, ist Michael Kneifel, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses, überzeugt. Er stellte seine Überlegungen den Mitgliedern des Arbeitskreises Parken in Kettwig vor.
Zusammen mit Ford und der Deutschen Bahn denkt Kneifel über ein stationsbasiertes System mit festgelegten Standorten der Fahrzeuge nach. „Aber dafür benötige ich feste Standorte, an denen die Wagen abgeholt oder wieder geparkt werden.“

Abhängig von der Bereitschaft der Politik


Sinnvollerweise lägen die Standorte am Alten Bahnhof, in der Innenstadt, im Teelbruch und auf dem Gelände des Autohauses. „Das System eignet sich auch für Handwerker.“ Nicht jeder müsse täglich schwere Lasten transportieren oder verfüge über Fahrzeuge, die auch in den Umweltzonen fahren dürften. „Der Nutzungspreis für den Kunden setzt sich aus Kilometer- und Zeitpreis zusammen“, sagt Kneifel. Die Kraftstoffkosten und Reinigung seien im Kilometerpreis enthalten. Über Internet, App oder Telefon könnten die Fahrzeuge dann gebucht werden.
„Das System ist aber abhängig von der Bereitschaft der Politik, dafür auch öffentliche Parkfläche zur Verfügung zu stellen“, sagt Kneifel.
„Aber gerade die Bereitsstellung von Parkplätzen in Kettwig ist problematisch“, sagt Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann nach der Sitzung.
Im bundesdeutschen Städtevergleich rangiert Essen beim Carsharing zusammen mit anderen Ruhrgebietsstädten auf den hinteren Plätzen.
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