Bürger sind genervt

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Immer wieder werden die gelben Tonnen in der Kaiserstraße nicht termingetreu geleert. (Foto: Foto: privat)
 
Die Anwohner lassen die Tonnen stehen, um mögliche verspätete Leerungen nicht zu verpassen. (Foto: Foto: privat)

Immer wieder Ärger mit den gelben Tonnen in den engen Kettwiger Gassen: Seit einigen Jahren entsorgt Remondis die gelben Tonnen in Essen - auch in der Kaiserstraße - doch da funktioniert es nicht so gut.

Wie bei der Müllabfuhr sind feste Termine hierfür vorgesehen. Doch die "werden sehr häufig nicht eingehalten", schreibt Peter Rasche. "Entweder dauerte es weitere 14 Tage bis zur nächsten Leerung, oder es wurden nach Rückfrage neue Termine genannt, die auch nicht immer eingehalten wurden", teilt er mit. "Als Grund für die Ausfälle wurde zunächst immer wieder ein defektes Engstellenfahrzeug genannt - auch zu einer Zeit, als ein solches mit Sicherheit nicht (mehr) zu existieren schien. Musste sich um ein virtuelles Fahrzeug gehandelt haben", vermutet Rasche.
Mehr als ärgerlich sei es, dass die Tonnen dann tagelang an der Straße standen und zu allem Ärger auch noch von Passanten zweckentfremdet wurden.
Zuletzt sei es am Heiligen Abend wieder soweit gewesen: Die Tonnen standen noch um 16 Uhr noch draußen. Eigentlich hätten sie am Vortag geleert werden sollen. Die Anwohner trauten sich nicht die Tonnen wieder reinzuholen, aus Angst, die Leerung zu verpassen. Nach Angaben von Rasche kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren habe er häufig Mails mit der Kundenbetreuerin von Remondis E-Mails ausgetauscht. Die Antworten seien "teilweise veralbernd oder makaber" gewesen, berichtet Rasche. Manche Antworten vermittelten den "Ausdruck der Hilflosigkeit". Möglicherweise habe Remondis aber "kein Interesse an Kundenzufriedenheit".
Anna Ephan teilte auf Nachfrage mit, "dass unser Engstellenfahrzeug am 23. Dezember 2016 wiederholt einen technischen Ausfall zu vermelden" hatte. "Aus diesem Grund ist an der von Ihnen genannten Stelle nicht geleert worden. Wir bedauern diese Unannehmlichkeit sehr und fahren momentan bereits diese Teile der Tour nach." Dies dauerte noch bis einschließlich Donnerstag, 29. Dezember, erklärte die Remondis-Sprecherin. "Wir setzen in Essen zwei Engstellenfahrzeuge ein, mit denen wir die ganz schmalen Straßen anfahren. Sollte ein Fahrzeug ausfallen, so haben wir mehrere Möglichkeiten die Tour abzufahren", so die Sprecherin. Werde der LKW schnell repariert, folge die Abfuhr noch am gleichen Tag. Als zweite Möglichkeit nannte sie den Einsatz des Ersatz-Lastwagens, der der Essener Remondis-Niederlassung an zwei Tagen pro Woche zur Verfügung stehe. Auch der Einsatz mit Fahrzeugen von anderen Betrieben aus der Nähe von Essen sei als dritte Variante möglich. "Außerdem haben wir weitere kleinere Müllwagen bestellt, die auch für den Einsatz von einigen Engstellen genutzt werden können", sagte Ephan.
"Wir sind sehr gut aufgestellt, doch kann es sein, dass ein Teil der Technik der Fahrzeuge (Schüttung, Aufbau oder Fahrgestell) ausfallen kann." Sollte es zu diesen Ausfällen kommen, würden immer "schnellstmöglich Lösungen gesucht", um die gelben Tonnen zu entleeren, die planmäßig alle 14 Tage angefahren werden. Die Frage, wie oft die Abfuhr in den engen Kettwiger Gassen im vergangenen Jahr unterblieb, konnte die Sprecherin nicht sagen.
In ganz dringenden Fällen "können die Bürger uns selbstverständlich Ihre Wertstoffe in einem Plastikbeutel zur Verfügung stellen." Auf den städtischen Annahmestellen würden die Plastiksäcke kostenfrei entgegengenommen.

Am vergangenen Freitag wurden die Tonnen rechtzeitig geleert. Nun hoffen die Anwohner, dass auch künftig pünktlich geleert wird.
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