Experten-Telefon: Besenreiser, Krampfadern und blaue Flecke

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Stand unseren Lesern Rede und Antwort: Dr. Horst Steffen, Chefarzt der Hildener Capio Klinik im Park

Wie kann ich Venenbeschwerden vorbeugen? Kann man Krampfadern bekommen, wenn man regelmäßig Sport treibt? Und wann sollte ich meine Venen untersuchen lassen? Diese und viele weitere Fragen rund um Venen und Krampfadern beantwortete Dr. Horst Peter Steffen, Chefarzt der Hildener Capio Klinik im Park im Rahmen einer Experten-Telefonaktion des Kettwig Kurier.

Die Capio Klinik im Park gehört seit 1984 zu den größten Spezialkliniken für Venenkrankheiten in Deutschland. Mit über 6.000 Operationen im Jahr kümmern sich hier Spezialisten um Beschwerden wie Krampfadern, Thrombose, offene Beine und die Verödung von Besenreisern. Seit sechs Jahren ist Dr. Horst Steffen Chefarzt der Klinik. Er stand unseren Lesern am Telefon Rede und Antwort und gab ihnen Tipps zu ihren individuellen Problemen.

Laserbehandlung als Alternative zum "Stripping"


„Eine Anruferin hatte sich vor einiger Zeit einer so genannten Stripping-Operation unterzogen, bei der die kranke Vene nach Einführen einer Sonde durch einen kleinen Schnitt herausgezogen wird. Jetzt klagte sie über Schmerzen und Krämpfe im Oberschenkel“, erzählt Steffen, der der Dame empfahl, ihre Venenproblematik von einem Facharzt abklären zu lassen. Eine gute Alternative zum Stripping ist eine Laserbehandlung, bei der eine Spezialsonde in die erkrankten Venenpartien eingeführt wird. Diese werden dann jedoch nicht herausgezogen, sondern mit Hilfe starker Laserimpulse von innen verschweißt.

Blaue Flecke an den Beinen waren das Problem einer weiteren Anruferin. „Hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um Besenreiser. Das ist eine kosmetische Problematik, die meistens bei Frauen auftritt. Eine Verödungsbehandlung könnte hier Abhilfe schaffen. Ich habe der Dame empfohlen, sich an einen Gefäßchirurgen oder Phlebologen zu wenden“, so Steffen.

Wiederkehrende Besenreiser


Über immer wiederkehrende Besenreiser klagte eine 61-jährige Dame, die diesbezüglich zwar schon mehrfach behandelt wurde, allerdings ohne anhaltenden Erfolg. „In diesem Fall kann ich mir vorstellen, dass die Ursache für die Erkrankung tiefer liegt. Daher habe ich der Frau zu einer Ultraschalluntersuchung geraten“, so der Chefarzt.

Über gesundheitliche Probleme klagte auch eine 91-jährige Anruferin. Seit fünf Jahren leidet sie unter Krampfadern, hatte zudem einen Beckenbruch und ein künstliches Kniegelenk bekommen. „Die Seniorin klagte über große Schmerzen in beiden Füßen, die sie gerne loswerden möchte, ohne dabei starke Schmerzmittel einnehmen zu müssen“, erzählt Dr. Horst Steffen. „Ich habe der Dame den Besuch einer Gemeinschaftspraxis mit unterschiedlichen Fachärzten empfohlen. Denn hier spielen sicherlich verschiedene Faktoren eine Rolle, deren Behandlung man untereinander abstimmen müsste.“

Viel trinken, langes Stehen und Sitzen vermeiden


Ein paar Tipps fürs Vorbeugen hat Dr. Horst Steffen auch parat: Viel trinken, langes Stehen und Sitzen vermeiden, Übergewicht abbauen, für Bewegung sorgen. „Ungefähr 50 Prozent der Venenleiden sind aber angeboren. Deshalb ist es wichtig, auf frühe Anzeichen der Erkrankung zu achten: Wenn der Abdruck von Strumpfsaum noch morgens am Bein zu sehen ist, liegt eine Stauung vor. Auch bläuliche Verfärbungen am Fuß, unterhalb des Knöchels, sind ein Warnzeichen. Zudem sollte man Besenreißer sollte man kontrollieren lassen“, so Steffen. Der Mediziner empfiehlt, frühzeitig Kontrolluntersuchungen machen zu lassen.
Nähere Informationen rund um die Capio-Klinik im Park in Hilden gibt es unter www.klinik-im-park.de.
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