Opfer: „Waren nur kurz weg“

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Bei den Opfern bleibt oft ein mulmiges Gefühl nach einem Einbruch zurück. (Foto: Bangert)

Werden. Geschockt, mulmiges Gefühl und sauer: Die Familie Johann S. (Name von der Red. geändert) wurde Ende 2014 Opfer eines Einbruches im Bereich Werden. „Dabei waren wir doch nur kurz weg“, sagt S.

Die letzten Einkäufe stehen an, an jenem Samstag, 27. Dezember. Beschaulich ging es zu, zwischen den Tagen. In aller Ruhe greifen Johann und seine Frau die Einkaufstaschen. Gegen 15 Uhr steigen sie ins Auto und fahren los.

„Es war ja noch hell und wir wollten bald zurück sein“, erzählt S. während eines Gesprächs in der Redaktion. „Normalerweise lassen wir immer ein Licht in der Wohnung brennen.“ Doch just an diesem Tag vergisst das Ehepaar diese Vorsichtsmaßnahme.

Als sie gegen 18.20 Uhr zurückkehren, ist das Erschrecken groß. Im Wohn- und im Schlafzimmer sind die Schränke ausgeräumt. Sachen liegen herum. Die Einbrecher erbeuten Schmuck und Bargeld. Doch der Schaden ist weit größer als der Verlust der Wertsachen.

„Die Diebe hebelten das Schlafzimmerfenster auf, das zur Straße herausgeht. Dabei ging neben dem Rahmen auch die Scheibe kaputt“, berichtet das Opfer noch immer geschockt. Doch niemand in dem Mehrfamilienhaus bemerkt den Einbruch. Der vor dem Fenster stehende Busch gibt den Einbrechern Deckung. Bald steht der nicht mehr vor dem Haus.

Nur eine Frau erinnert sich später, gegen 17.45 Uhr ein Geräusch gehört zu haben - aber nur kurz.

Die Polizei trifft rund 30 Minuten nach dem Anruf ein. Weitere 30 Minuten danach suchen die Männer der Spurensicherung vergeblich nach Fingerabdrücken. „Die waren in der Nähe“, sagt S. Als sie gehen, bleiben der Schaden und viel „Lauferei“ zurück. „Gerade in der Zeit war es ja schwierig, jemanden von der Versicherung und einen Handwerker zu erreichen.“

Auch wenn inzwischen alle Fenster und Türen gesichert sind, bleibt eines zurück: Das ungute Gefühl. „Selbst jetzt noch, Wochen später, ist uns ein wenig mulmig zumute, wenn wir die Tür aufschließen.“

Inzwischen erhielt Johann S. Post von der Staatsanwaltschaft. Das Verfahren gegen Unbekannt sei eingestellt worden.
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