Symposium zu Sicherheit

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Die Nachfrage nach Sicherheit in der Bevölkerung scheint größer denn je zu sein. Das zeigte die weiter gestiegene Resonanz des Sicherheitssymposium in den Räumen des Regionalverbandes Ruhr.

Die Organisatorin, Rechtsanwältin Jennifer Nadolny, hatte zum dritten Symposium eingeladen. Prominente Gäste waren der Alterspräsident des Regionalverbandes Ruhr, Hanslothar Kranz, und der Strafrechtsprofessor und SPD-Bundestagskandidat Dr. Gereon Wolters.
Wurden von den ersten beiden Sicherheitsveranstaltungen das Thema Diebstahlsschutz und Einbruchsschutz behandelt, ging es dieses Mal um den Schutz vor Gewaltdelikten. „Ich habe mich bewusst dieses Mal für diese Schwerpunktsetzung entschieden, da die Kriminalität gerade in diesem Bereich stark angestiegen ist“, erklärt die Rechtsanwältin. Dies werde insbesondere deutlich beim Blick auf die aktuellen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik. Im Bereich der Körperverletzungsdelikte gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg um 18 Prozent. Im Bereich der Straftaten, die sich gegen das Leben richten, lag der Anstieg bei 14,3 Prozent. In diesem Zusammenhang erklärte die Rechtsanwältin den Anwesenden, warum es gerade zu einem derartigen Anstieg gekommen sei. Sie betonte, dass es nicht nur an einem Fehlen der polizeilichen Einsatzkräfte liegen würde. Vielmehr griffen verschiedenste Faktoren ineinander: Zum einen lägen sie im Täter selbst begründet, zum anderen aber auch auf Außenfaktoren. Dazu zählen fehlende Sauberkeit und Ordnung in einer Stadt und die Veränderungen im Bereich der Bevölkerungszusammensetzung.
Die Rechtsanwältin widmete sich insbesondere der Frage, nach den Voraussetzungen eines Notwehrrechts. Sie klärte darüber auf, was beim Kauf von Waffen aus rechtlicher Sicht zu beachten sei. An die Frage nach den rechtlichen Voraussetzungen der Selbstverteidigung schlossen sich die von dem Selbstverteidigungstrainer Alfons Pinders dargestellten Selbstverteidigungsmöglichkeiten an. Pinders demonstrierte anschaulich, wie jedermann im Falle eines Angriffs Maßnahmen zum Selbstschutz ergreifen kann. Dabei können Alltagsgegenstände, wie ein Schlüsselbund wirksam eingesetzt werden. Er zeigte auch, wie die Aufmerksamkeit zu schulen ist, um frühzeitig Veränderungen und somit Gefahrensituationen zu erkennen.
Um praktische Maßnahmen ging es auch bei dem Technikfachmann Thomas Osterhold, der den Schutz der eigenen vier Wände an den mitgebrachten Materialien demonstrierte. Er wies auch auf die bestehenden staatlichen Zuschüsse für eine entsprechende Sicherheitsaufrüstung hin.
Die Bürger waren interessiert und begeistert ob der Vielfältigkeit der Informationen und praktischen Darstellung. „Das ist das Einzigartige an dem hinter dem Sicherheitssymposium stehenden Konzept“, unterstrich die Rechtsanwältin. „Es wird nicht nur ein Themenbereich angesprochen, sondern alle drei relevanten Themen: Sicherheit aus rechtlicher, aus technischer und aus praktischer Sicht.“ Jennifer Nadolny organisierte das Sicherheitssymposium. Foto: Uwe Klein
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