Systemfehler bei Terminmanagementsystem der Stadt

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Jetzt läuft es wieder: Das Terminmanagement der Stadt Essen

Essen/Kettwig. Termine bei der Verwaltung einfacher und komfortabler gestalten: Das verspricht die Stadt Essen. Richten soll es das neue Terminmanagementsystem „tempus“. Doch bis Montagmittag gab es einen Systemfehler.

Seit dem 1. Juli ist es installiert. Durch das System werde sich, „ ... in Zukunft der Gang zum Bürgeramt schneller und einfacher gestalten“, verspricht die Stadt.
Außerdem berücksichtige es direkt das Anliegen der Bürger. Von Vorteil sei auch, dass die Wartezeiten weitgehend wegfallen - von Stoßzeiten einmal abgesehen.
Und wer die Stoßzeiten umgehen möchte, sucht nach einem anderen Termin.
„Ich muss nicht zu Stoßzeiten dorthin“, denkt sich ein Kettwiger vor wenigen tagen. Über www.essen.de/meintermin will er seine Dinge erledigen und einen Termin ausmachen.
Doch das Pech verfolgt ihn. Denn das System hat einen Haken: Je nach Eingabe können nur bis maximal vier Anliegen bearbeitet werden. Mehr lässt das Buchungssystem nicht zu.
Wer dummerweise sechs Seiten beglaubigt haben möchte - mehr sind im System am Montagvormittag nicht vorgesehen - kann nur noch ein weiteres Anliegen erledigen. Denn pro Termin gibt die Verwaltung zehn Minuten vor, wie der Blick auf den Terminkalender zeigt. Ein Selbstversuch des Kettwig Kuriers bestätigt, dass das System den Bürger beschränkt.

Stefan Schulze, Pressereferent der Stadt, will das auf Nachfrage zunächst nicht glauben.
Eine Stunde später teilt er mit: „... haben wir die Buchung eines Online-Termins über unser Terminmanagementsystem überprüft. Tatsächlich war die Anzahl der Anliegen auf insgesamt acht begrenzt. Sprich, Sie konnten entweder acht verschiedene Anliegen (je 1) oder ein Anliegen in je achtfacher Ausführung (z.B. Verlängerung von acht Personalausweisen) bei der Terminbuchung angeben. Darüber hinaus ließ das System keine weiteren Anliegen mehr zu. Durch ein Systemupdate wurde die Zahl der möglichen Anliegen zurückgesetzt. Wir haben die Zahl der möglichen Anliegen – wie vor dem Systemupdate auch – wieder erhöht, so dass nun ausreichend Möglichkeiten bestehen, auch mehrere Anliegen innerhalb des Buchungssystems vorzunehmen.“

Der Kontrollversuch gegen 13.10 Uhr bestätigt den städtischen Pressereferenten. Mehrere Anliegen können ab sofort wieder erledigt werden. Auch die zeitliche Beschränkung von zehn Minuten pro Termin verlängere sich, wenn mehrere Angelegenheiten besprochen werden müssten, so der Pressereferent.
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