19. Meile erfolgreich

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55 Vor-, Haupt- und Nachspeisen standen in diesem Jahr zur Auswahl. (Foto: Bangert)
 
Die Resonanz war gut. (Foto: Bangert)

Fröhliche Gesichter, eine große Bandbreite an kulinarischen Genüssen ein sehr großes Angebot unterschiedlichster Getränke: Die 19. Musikalisch-kulinarische Meile war ein Erfolg. Sie lockte zahlreiche Gäste von auswärts in die Kettwiger Gassen – und das von Freitag bis Sonntag.

Nach dem verregneten Donnerstag stand die Meile am Freitag ganz im Zeichen der Politik: „Ein Besuch in Kettwig lohnt sich immer“, meinte der Essener Landtagsabgeordnete und NRW-Innenminister, Thomas Kutschaty, während der offiziellen Eröffnung. Die Kettwiger Meile sei als Mutter aller Meilen schon besonders. „Und das Wetter wird ab gleich auch gut“, meinte er mit Blick gen Himmel. Mit einem Augenzwinkern bedauerte er, dass sein persönlicher Vorjahresfavorit, der Blutwurststrudel, in diesem Jahr auf keiner Speisekarte zu finden sei.
„Nicht nur die Essener, sondern auch viele andere, haben von der Kettwiger Meile gelernt“ sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Sein Dank galt dem Heimat-und Verkehrsverein (HVV) für die gute Organisation und die gelungene Mischung aus kulinarischen Genüssen und dem Musikprogramm. Durch die Meilen wüchsen die Stadtteile zusammen, meinte der Oberbürgermeister. Er freue sich bereits jetzt, auch bei der 20. Meile wieder dabei zu sein.

„Ich freue mich, dass die Meile wie im Vorjahr wieder in der Kettwiger Innenstadt stattfindet“, meinte Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann. Auch er hoffte, dass das Wetter besser werde.
Martin Kryl, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverein Kettwig, bedauerte, dass in diesem Jahr keine Kettwiger Gastronomen dabei seien. Er hoffe, dass es bei der nächsten Meile nicht zu ähnlichen Irritationen komme. Kryl kündigte an, auf die heimischen Gastronomen zuzugehen.

Die Hoffnung auf besseres Wetter erfüllte sich bereits am Freitagabend, auch wenn die Gastronomen mit dem Tag auch noch nicht wirklich glücklich waren. Samstag und Sonntag erstrahlten schließlich auch die Gesichter der Standbetreiber. Sowohl tagsüber als auch abends strömten die Gäste.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Nelson Müller und friends. Müllers Fans bevölkerte die Meile. Bei ihnen kam seine Musik an, bei anderen weniger. Das merkte wohl auch der singende Koch als er meinte: „Ich sehe, Ihr seid mehr für das Genießen.“ Dennoch blieb die Grundstimmung positiv und wer die Musik nicht mochte, zog sich auf die von der Bühne weiter entfernten Tische zurück. Und die waren stets gut besetzt.

„Für uns ist es extrem gut gelaufen“, meinte Burkhard Scharun. „Das Publikum hier in Kettwig ist klasse.“ Das Angebot der Bio- Metzgerei nahmen die Gäste gern an. „Nicht nur unser Fleisch, sondern auch alle anderen verwendeten Zutaten wie die Gewürze, stammen aus biologischem Anbau.“

Auch Craft-Bier Anbieter Alexander Kirsch, „The Craft Keeper“, bereute sein Engagement in Kettwig nicht. „Die Menschen haben nicht nur unsere Biere probiert, sondern auch das Yummy Food, die südafrikanische Variante von Streetfood, sehr gut angenommen“, erklärte Kirsch. Seine gefüllten Brötchen mit Rindfleisch oder Huhn stießen bei den Gästen auf große Zustimmung. „Ich freue mich, beim Brunnenfest wieder hier zu sein.“

Über mangelnden Zuspruch konnte auch die Bliss Tapas Bar nicht klagen. „Das Publikum hat unser Angebot sehr positiv angenommen. Wir sind zufrieden“, erzählte Küchenchef Sascha Matic. Alles habe gut funktioniert – vom Abwaschteam bis zur Werbung. „Uns hat das hier sehr viel Spaß gemacht und wir würden gern wieder kommen.“ Auch Standnachbar Marc Budde war mit der Resonanz mehr als zufrieden.

Ähnlich äußerten sich auch die anderen Standbetreiber über das Publikum. Kritisch sahen einige aber die Betreuung durch den Organisator. Der hatte viel versprochen und wenig gehalten. „Wer ihn kennt, weiß das aber“, meinte ein Insider.

Wohltuend war, dass die ansonsten gern platzierten Billigstände in Richtung Altstadt bei dieser Meile fehlten. Das sei auch gut so, hieß es. Auswärtige Gäste wären davon doch nur enttäuscht gewesen. "Das hat man in den Vorjahren immer wieder gehört." Große Versprechen, die nicht eingehalten würden, vergraulten die Gäste nur - und das wäre kontraproduktiv.
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