Bei der Reserve hat‘s gemüllert

Der sechsfache Kettwiger Torschütze Lars Pfeiffer. 
Foto: Bangert
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  • Der sechsfache Kettwiger Torschütze Lars Pfeiffer.
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Die Kettwiger Verbandsligisten gaben aber klaren Vorsprung noch aus der Hand

Auch Verbandsliga-Handball geht nun mal über die vollen sechzig Minuten. Vielleicht ist das bei der Kettwiger Mannschaft noch nicht angekommen? Die Reserve konnte nach drei Niederlagen in Folge den Schalter umlegen.

Kettwig 2. Herren gegen TV Ohligs II 23:24
Tore: Bach 5, R. Schinke 4, Graefer 3, Scheid 3, S. Schinke 3, J. Müller 2, P. Müller 2, Beede.
In diesem Nachholspiel unterlagen die Hausherren trotz einer Aufholjagd knapp und unglücklich. Kettwig begann stark, lag nach zwölf Minuten mit 6:3 vorn. In der Folgezeit konnten die Gäste jedoch das Spiel komplett umkrempeln und bis zur Pause ihrerseits mit 15:10 in Führung gehen. Zehn Minuten vor dem Ende führte Solingen nur noch mit 22:20, zeigte zudem Nerven und vergab einen Siebenmeter. Sascha Graefer, Steven Schinke und Marvin Scheid warfen die Gastgeber jeweils auf einen Treffer Rückstand heran, doch ganz reichte es nicht mehr.

Erstaunlich frisch

Kettwig 2. Herren gegen SuS Haarzopf 35:27
Tore: J. Müller 10, P. Müller 8, Bach 4, Beede 4, Averbeck 3, Scheid 3, Fuchs, Graefer, Liebenau.
Nach der nervigen Niederlage vom Donnerstagabend zeigten sich die Mannen von Trainer Sebastian Kessler nur zwei Tage später erstaunlich frisch. Gegen den Aufsteiger aus Haarzopf waren vor allem Julian Müller mit zehn und Pascal Müller mit seinen acht Treffern Garanten des Sieges. Steven Schinke fällt erkrankt für längere Zeit aus, dafür waren Daniel Averbeck und Sven Liebenau wieder mit von der Partie. Zum Auftakt überraschte Nick Beede, der die ersten drei Kettwiger Treffer erzielte. Über 3:1 und 11:7 lief es gut für die Hausherren, Daniel Averbeck warf mit einem Doppelpack die 17:12 Pausenführung heraus. Bei Haarzopf klappte wenig, da der torgefährliche Halblinke gekonnt aus dem Spiel genommen wurde. Im zweiten Durchgang konnten sich die Hausherren auf 25:18 absetzen, Julian Müller warf den dreißigsten Treffer, am Ende wurde es ein deutlicher Erfolg. Gegen einen erschreckend schwachen Gegner hätte der Sieg noch höher ausfallen können, doch bei den Kettwigern war man’s zufrieden. In dieser sehr ausgeglichenen Landesliga sind die bisher erzielten 6:6 Punkte durchaus erfreulich. Nach der kurzen Herbstpause geht es gegen den TV Cronenberg, der zurzeit einen Abstiegsplatz belegt.

Es ist eher eine Kopfsache


Kettwig 1. Herren gegen LTV Wuppertal II 25:25

Tore: Bing 7, Kaesler 7, Pfeiffer 6, Mühlenhoff 2, Schwartz 2, Röckmann.
Bis auf Simon Stempel (Fingerbruch) und Florian Kundt (Schulterprobleme) war der Kader komplett, der Gegner schien schlagbar, es war angerichtet. Doch hinterher konnte Trainer Marvin Leisen nur den Kopf schütteln, denn seine Spieler hatten sich soeben ganz schön in die Bredouille gebracht. Gegen den direkten Verfolger LTV Wuppertal II hatte Kettwig über 50 Minuten sehr gut gespielt, Ball und Gegner bestens im Griff. Dann ging plötzlich gar nichts mehr. Eine Frage der Kondition scheint es nicht zu sein, eher eine Kopfsache. Hier muss das Trainergespann Leisen und Kundt ansetzen. Erste Maßnahme: direkt nach der Partie wurden noch in der Kabine die Fehler angesprochen. Der Kettwiger SV führte nach 45 Minuten mit 21:15, der Gast fing sich zudem zwei Minuten. Doch dann? Fühlte sich das Heimteam zu sicher? Jedenfalls robbten sich die Wuppertaler heran, warfen fünf Treffer in Folge. Hektische Kettwiger sammelten nun Zeitstrafen, durch einen verwandelten Siebenmeter ging Wuppertal mit 24:23 in Führung. Als Kettwig 25 Sekunden vor dem Ende immer noch hinten lag, behielt Coach Leisen die Nerven und ergriff die entscheidende Maßnahme. Torhüter Florian Henseler verließ die Szene, ein siebter Feldspieler sollte es richten. Und wirklich, gekonnt spielte Kettwig durch, bis Timo Schwartz ganz frei war und zumindest noch den Ausgleich schaffte. Dann war diese merkwürdige Begegnung vorbei und der Übungsleiter machte seinem Unmut Luft.
Am Samstag, 4. November, kommt um 17.30 Uhr der Tabellensechste HSV Dümpten in die THG-Halle. In den vergangenen Spielzeiten tat sich Kettwig gegen die Mülheimer gerade daheim extrem schwer. Dennoch soll mit einem Sieg endlich die obere Tabellenhälfte erreicht werden.

Der sechsfache Kettwiger Torschütze Lars Pfeiffer. 
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Die Kettwiger Reserve konnte endlich wieder den Schalter umlegen. 
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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