Ein richtungsweisendes Spiel

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Mit aggressiven Dümptenern mussten sich Kettwiger herumplagen. Foto: Bangert
 
Volle Konzentration: Constantin Heiderich holt zum Torwurf aus. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Kettwiger Verbandsliga-Handballer begeistern und stellen den Kontakt zur Spitzengruppe her

Da war aber jemand hochzufrieden. Abteilungsleiter Werner Dörnenburg schwärmte: „Die Spielzüge liefen erstklassig, die Gegenstöße fluppten. Das ist der Kettwiger Handball, wie ich ihn mir vorstelle.“

Ein richtungsweisendes Spiel, da war man sich einig in Kettwig. Der Gegner war genau der richtige für eine Standortbestimmung. Vor gut einem Jahr konnte der HSV Dümpten nämlich in Kettwig triumphieren. Diesmal unterlagen die Gäste deutlich mit 24:32 Toren.

Blindes Verständnis

1. Herren gegen HSV Dümpten 32:24
Tore: Bing 9, Pfeiffer 8, Leisen 3, Heiderich 2, Käsler 2, Möller 2, Mühlenhoff 2, Röckmann 2, Deege, Götte.
Bis zum Stand von 5:5 war das Spiel noch ausgeglichen, doch dann zogen die Gastgeber auf 9:6 weg und das Spiel des HSV wurde zusehends hektischer. Dümpten schwächte sich undiszipliniert immer wieder, diskutierte über Schiedsrichterentscheidungen. Das führte zu insgesamt acht Zeitstrafen. Auch gelangen den Kettwigern einige Treffer durch Tempogegenstöße. Der auf Halblinks agierende Marc Bing und Kreisläufer Lars Pfeiffer konnten zusammen 17 Tore herauswerfen. Mit blindem Verständnis wirbelten die Beiden die Dümptener Abwehr gehörig durcheinander, die Anspiele kamen, entweder verwandelte Pfeiffer oder es gab Siebenmeter. Trainer Marvin Leisen mischte diesmal mit. Er verlieh der Deckung weitere Stabilität, hatte im Training bereits gesteigerten Wert gelegt auf eine noch besser abgestimmte Defensivarbeit. Diese starke Abwehrleistung im ersten Durchgang sorgte für einen klaren Vorsprung zur Pause. Im zweiten Durchgang hatte Kettwig dann ein paar Probleme in der Abwehr, aber gefährdet war der Sieg nicht mehr. Dafür sorgte auch die starke Leistung von Torhüter Florian Henseler, der einfach besser war als die Keeper auf der Gegenseite. Auch die Ausfälle von Timo Schwartz und Jan Käsler wurden gut kompensiert. Käsler wurde heftig attackiert, bekam einen deftigen Schlag aufs Jochbein, musste länger behandelt werden, kam ins Krankenhaus. Dor wurde festgestellt, dass wohl etwas Harz ins Auge geraten war. Das Team hofft, dass der Goalgetter bald wieder zur Verfügung steht. Nach 7:1 Punkten in den letzten vier Spielen ist nun wieder Kontakt zur Spitzengruppe möglich. Da ist es umso wichtiger, dass Kettwig am Sonntag in Wermelskirchen besteht. Denn am Dienstag, 14. November, folgt die Nachholpartie in Ratingen, mit vier Punkten im Gepäck könnte man Druck auf die Spitze ausüben.

Ein intensives Spiel

Die A-Jugend hat die Herbstpause zur Regeneration genutzt und möchte nun ihre gute Serie noch ausbauen. Das Team von Trainer Georg Stinemeier hat zurzeit 8:2 Punkte vorzuweisen und liegt auf einem dritten Rang hinter punktgleichen Huttropern. Am Sonntag, 12. November, kommt um 15 Uhr mit der DJK Saarn der Tabellensiebte in die Halle des THG. Die Reserve bekommt es auch mit den Saarnern zu tun.

Kettwig 2. Herren gegen TV Cronenberg 30:30
Tore: P. Müller 14, Graefer 4, Liebenau 3, R. Schinke 3, Bede 2, Fuchs 2, Scheid 2.
Es war ein höchst intensives Spiel, bei dem Kettwig zunächst in Führung ging. Dann entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Zur Pause lagen die Hausherren mit 15:13 vorn, konnten sich jedoch nie entscheidend absetzen. Überragend in Form präsentierte sich Pascal Müller, der 14 Tore erzielte. Am Ende wurde es spannend, Daniel Averbeck und Riccardo Schinke wurden disqualifiziert, aber auch ein Cronenberger fing sich Rot. Nun gingen die Gäste mit 27:26 in Führung, doch Kettwig reagierte. Pascal Müller warf das 30:29, aber es reichte nicht ganz zum Sieg. Noch elf Sekunden standen auf der Uhr, da kam Cronenberg nach einem Siebenmeter zum 30:30 Endstand. Auch hier zeigte sich Werner Dörnenburg hochzufrieden: „Wenn man die Ausfälle bedenkt, war das voll in Ordnung. So wurde Stefan Gerritzen ausgegraben, der zwei Jahre lang keinen Ball mehr in der Hand hatte. Mit den zwei roten Karten in der letzten Viertelstunde hat sich das Team allerdings selbst bestraft. Aber insgesamt ist alles gut. Wir haben ordentlich Luft nach unten. Was will man mehr?“ Der sechste Platz der Landesliga mit 7:7 Punkten ist in der Tat aller Ehren wert. Aber der kommende Gegner ist nicht ohne. Die DJK Saarn möchte aufsteigen, liegt als Zweiter auch gut im Rennen, holte allerdings zuletzt nur mit Glück einen Punkt in Werden.
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