Gäste in eigener Halle

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Gegen Cronenberg erzielten die Kettwiger einen deutlichen Sieg. Foto: Bangert
 
Kettwig-Cronenberger Handball-Ballett. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Mit zwei Siegen setzten sich die Kettwiger Verbandsligisten von den Verfolgern ab

Die Kettwiger Damen konnten über ihren dritten Saisonsieg jubeln, während die Herren der Reserve ein Debakel erlebte. Der Verbandsligist konnte gleich zwei „Auswärtsspiele“ für sich entscheiden.

Cronenberg gegen1. Herren 26:36
Tore: Käsler (7), Möller (6), Bing (5), Orlowski (4), Brix (3), Pfeiffer (3), Schwartz (3), Röckmann (2), Stempel (2), Heiderich.
Souverän starteten die „Gäste in eigener Halle“ in das Nachholspiel, legte rasch ein 7:3 vor, dann jedoch schlichen sich unkonzentrierte Fehler in das Kettwiger Spiel ein. Mit 17:14 wurden die Seiten gewechselt. Nun waren die Mannen um die Spielertrainer Moritz Brix und Florian Kundt wieder voll auf der Höhe, fanden wieder in die Spur und setzten sich entscheidend auf 21:15 ab. Der Rest war Formsache.

Ein freudiger Sonntag

HSV Dümpten gegen 1. Herren 28:33
Tore: Bing (6), Käsler (5), Schwartz (5), Röckmann (4), Brix (3), Pfeiffer (3), Gehenio (2), Orlowski (2), Stempel (2), Mühlenhoff.
Was für ein freudiger Sonntag! Nicht nur, dass die Kettwiger höchst souverän die doofe Niederlage von Ende Oktober wieder gut machen konnten, auch das Comeback des lange verletzten Kai Mühlenhoff sorgte für gut gelaunte Mienen. Höchst konzentriert fing die Abwehr den durchaus gefährlichen Rückraum der Gastgeber ab, auch Torhüter Florian Henseler glänzte und entschärfte reihenweise Dümptener Versuche. Natürlich wurde es wie immer gegen Dümpten hitzig, doch ganz anders als im Hinspiel ließen sich die Kettwiger nicht den Schneid abkaufen. Trotz des engen Spiels und der aufgeheizten Atmosphäre behielt die Mannschaft einen kühlen Kopf.
Mit diesen beiden Siegen konnte Kettwig wieder an Ratingen vorbei ziehen, zumal der schärfste Konkurrent um den zweiten Platz der Verbandsliga patzte. Weiter geht’s daheim gegen den TB Wülfrath, Anwurf ist um 17.30 Uhr in der THG-Halle. Das Hinspiel konnte mit zehn Toren Differenz gewonnen werden.

Eine ganz enge Kiste

TB Osterfeld gegen Damen 14:15
Wie schon beim 22:20 im Hinspiel konnte Osterfeld geschlagen werden. Doch es wurde eine ganz enge Kiste für Trainer Michael Risse und sein Team. Nach einer guten ersten Halbzeit und der folgerichtigen und deutlichen Führung von 12:7 entwickelte sich das Match im zweiten Durchgang immer mehr zu einem Kampfspiel. Viele Fouls führten zu häufigen Unterbrechungen und ließen den Spielfluss leiden. Osterfeld kämpfte sich zurück ins Spiel, am Ende wurde es noch einmal richtig spannend. Beim Stand von 15:14 wurde zwei Minuten vor Schluss eine Strafe gegen Kettwig ausgesprochen. Also blieb genügend Zeit für Osterfeld, um in Überzahl den Ausgleich oder sogar noch mehr zu schaffen. Aber die Oberhausenerinnen konnten ihren Vorteil nicht nutzen. Im Gegenteil: Nach einer vergebenen Chance flog eine Gegenspielerin wegen Meckerns mit einer Zeitstrafe vom Platz. Im darauffolgenden Gästeangriff musste gleich die nächste Spielerin runter, sodass Kettwig die Führung in Überzahl über die Zeit retten konnten. Besonders hervorzuheben war die starke Leistung von Torhüterin Julia Hellbusch, die mit einigen Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern einen großen Anteil am Sieg hatte. Der nächste Kontrahent TG Düsseldorf scheint auch nicht unschlagbar. Auch könnten die Kettwiger Damen Revanche üben für die 25:30 Niederlage im Hinspiel.

SG Unterrath gegen 2. Herren 33:19
Tore: J. Müller (5), P. Müller (5), Scheid (4), S. Schinke (4), Beede.
Auweia! Bis zum 7:8 hielten die Gäste gut mit, doch dann setzten sich die Gastgeber bis zur Pause auf 18:12 ab. Mittelblock und Abwehr packten nicht zu, ließen den Gegner durch einfache Spielzüge zu Torerfolgen kommen. Zu einer schlechten Wurfauswahl kamen noch viele Fehlpässe und weitere technische Fehler am laufenden Band dazu. Logische Konsequenz: Immer wieder konnten die Unterrather völlig ohne Gegenwehr ihre Tempogegenstöße laufen. Was sich im zweiten Durchgang abspielte, war einfach nur noch grauselig: Kettwig warf in 30 Minuten magere sieben Törchen, fing sich zum bitteren Ende fünf Gegentreffer in Folge. Noch liegt die KSV-Reserve mit sechs Punkten vor den Abstiegsrängen, doch der Auftritt in Unterrath lässt viele Fragen offen. Ob es am Samstag gegen den Tabellenzweiten TV Ratingen II besser wird?
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