Gebrochen aber nicht besiegt

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Pitcher Felix von der Heide in Hannover

Am Samstag (14.6.) bestritt die erste Herrenmannschaft das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde. Gegen den Tabellenführer Hannover Regents mussten sich die Goose-Necks zunächst ganz knapp geschlagen geben, schlugen im zweiten Spiel direkt am Anfang zurück und gewannen das zweite Spiel des Regionalliga Doppelspieltags.

Die Goose-Necks hatten ihre dreiwöchige Spielpause offenbar gut genutzt und starteten ins erste Spiel mit vier aufeinander folgenden Hits von Malte und Jonas Kuklan, Nick König und Robin Lorenz. Dies resultierte in drei Punkten. Die Gastgeber aus Hannover sollten aber noch mehrere Male an diesem Tag unter Beweis stellen, dass keine Führung gegen sie sicher sein sollte. Im direkten Gegenzug erzielten sie ebenfalls vier Hits, gepaart mit einem Walk und einem Hit-by-Pitch ergab dies jedoch fünf Punkte gegen Starting Pitcher Christian Wöllenstein. „Wir haben nie die Köpfe in den Sand gesteckt und waren das ganze Spiel über konzentriert, am Ende hat uns ein bisschen Glück und ein bisschen Erfahrung gefehlt um auch das erste Spiel zu gewinnen.“ Sagt Trainer Felix von der Heide. Immer wieder gelang es den Ratingern auszugleichen und immer wieder gelang es den Regents wieder eine knappe Führung zu erlaufen.
„Ich war optimistisch, nach dem wir im letzten Inning in Führung gegangen waren. Nächste Mal wird Nick besser mit dem Druck umgehen und die richtige Entscheidung treffen.“ Zu Beginn des siebten Innings stand es noch 7:6 für die Hannoveraner. Drei Punkte bescherten den Ratinger das erste Mal seit dem ersten Inning wieder eine Führung. Und auch Wöllenstein besorgte schnell das erste Out in der Verteidigung. Musste dann aber zwei Doubles und einen Run abgeben und hatte einen Läufer auf der zweiten Base. Der nächste Spielzug sollte für die Goose-Necks verhängnisvoll werden. Der Hannoveraner Pospiech schlug einen Groundball zu Short-Stop Nick König, der diesen sicher aufnahm. Die richtige Entscheidung wäre nun gewesen, den Ball direkt nach First Base zu werfen. Doch durch das Antäuschen des Läufers an Second Base, dass dieser nach Third Base laufen würde, ließ sich König einen Moment ablenken. Als er dann überhastet warf, warf er an First Base vorbei. Dadurch konnte der Runner von Second Base den Ausgleichspunkt erzielen und der Siegpunkt stand in Scoring Position auf der zweiten Base. Der nächste Schlagmann Thieben schlug den nächsten Pitch von Wöllenstein über den Kopf von Third Baseman Pascal Antweiler, der den Ball noch mit dem Handschuh berührte, aber den Ball nicht aufhalten konnte. Auf diesen Schlag kam der umjubelte Siegpunkt für die Hannoveraner nach Hause.

„Nach so einer Niederlage war es verständlich, dass die Jungs mit gesenkten Köpfen den Platz verließen. Aber als wir im zweiten Spiel wieder den Platz betraten, waren wir von Anfang an voll da, konzentriert und motiviert.“ Dies mündete zu Beginn des zweiten Spiels in den ersten beiden Innings in fünf Punkte und auch die Defensive agierte nun fehlerlos. Hinter einem an diesem Tag sehr gut aufgelegten Felix von der Heide, reihte die Verteidigung eine Null nach der anderen an das Scoreboard. Erst nachdem im siebten Inning die Führung auf 0:7 für die Goose-Necks ausgebaut worden war und Andy Inhoffen des Feldes verwiesen worden war, weil er dem Umpire zu deutlich zeigte, wo der Pitch seiner Meinung nach gewesen war, ließ die Konzentration ein wenig nach und den Regents gelangen noch zu drei Anschlusspunkte, diese konnten den Sieg der Goose-Necks aber nicht mehr verhindern. „Das Spiel ist erst zu Ende, wenn das letzte Out erzielt wurde! Gott sei Dank hatten wir im zweiten Spiel einen ausreichenden Vorsprung.“ Atmete Felix von der Heide nach dem Spiel durch. Besonders dramatisch wäre das Spiel geendet, hätte Malte Kuklan nicht seit dem ersten Inning des ersten Spiels auf die Zähne gebissen und mit einem stark geprellten oder möglicherweise sogar gebrochenen Daumen gespielt. Denn die Goose-Necks hatten beim Rauswurf von Inhoffen nur noch eine Wechseloption. „Am Ende ist noch mal alles gut gegangen und wir hoffen, dass Malte nichts Schlimmeres hat. Bis jetzt gibt es ab noch keine Nachricht aus dem Krankenhaus.“

Nächste Woche geht es gegen den Tabellenletzten aus Marl. Die Sly Dogs kommen zum New Herman’s Field um die Hinrunde abzuschließen und die Gänse wollen dann endlich ihren Record positiv gestalten. Im ersten Spiel müssen die Gänse noch auf Andy Inhoffen verzichten, der weiterhin gesperrt ist und ob Malte Kuklan sein 157. Spiel in Folge machen kann, ist im Moment auch noch fraglich. Trotzdem wollen die Goose-Necks zwei Siege nächsten Sonntag holen.

UPDATE: Der linke Daumen von Malte Kuklan ist gebrochen.
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