Handball in Kettwig: 100 Tage Fazit mit KTV-Trainer Stefan Klung

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Seit gut 100 Tagen ist Stefan Klung Trainer der Verbandsliga-Handballer des KTV. Zeit für ein erstes Fazit. (Foto: Bangert)
Gute 100 Tage ist Stefan Klung inzwischen alleinverantwortlicher Trainer des Handball-Verbandsligisten KTV. Mit einer jungen Mannschaft in die Saison gestartet, wechselten sich Licht und Schatten ab. Nach der 23:32-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den nicht übermächtigen LTV Wuppertal und vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte HSG Redevormwald/Herbeck (Samstag, 18.30 Uhr, THG-Halle) sprach Klung mit dem Kettwig Kurier.

Wie zufrieden sind sie bis jetzt mit ihrem Team und den in der Liga gezeigten Leistungen?

„Sagen wir mal so, ich bin nicht unzufrieden. Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass wir im Sommer einen kompletten Neuanfang eingeleitet haben mit acht, neun Spielern, die zuvor nur in der Bezirksliga aktiv waren. Das ist genauso als wenn du einem Regionalligafußballer sagst, er darf ab sofort Bundesliga spielen. Der braucht auch seine Zeit, bis er konstant auf diesem Niveau spielen kann. Und genauso ist es auch bei uns. Wir haben zwei Spiele gewonnen, wir haben zudem im Pokal gegen Rheinhausen fast eine Halbzeit und in den Spielen gegen die Top-Teams aus Haan und Ratingen fast 45 Minuten gut mitgespielt und auch geführt. Doch wir sind halt noch nicht in der Lage unsere Leistung über 60 Minuten abzurufen. Das ist einfach ein Prozess, der seine Zeit braucht.“

"Wir sind noch nicht in der Lage über 60 Minuten eine konstante Leistung abzurufen. Das braucht einfach Zeit."

Was ist Ihnen bisher besonders positiv aufgefallen?
„Das alle wollen. Außerdem hat jeder auch schon gezeigt, dass er durchaus das spielerische Potenzial hat, um in der Verbandsliga zu spielen. Das konnte man besonders in den schon erwähnten Spielen gegen Rheinhausen, Haan oder Ratingen sehen. Da ist jeder bis an seine Leistungsgrenze gegangen und wir haben spieltaktisch richtig gute Spiele gemacht. Am Ende waren die anderen Teams einfach cleverer und vor allem individuell besser besetzt. Aber für mich zeigen diese Spiele, dass wir einfach auf dem richtigen Weg sind.“

Und dennoch stehen Sie nach der jüngsten Niederlage gegen Wuppertal auf dem letzten Platz?
„Damit mussten wir ja irgendwann rechnen. Wir sind mental oft nicht in der Lage mit Rückschlägen umzugehen und komplett über 60 Minuten auf höchstem Niveau zu agieren. Außerdem war der Schritt den die meisten aus der Bezirks- in die Verbandsliga gemacht haben, riesengroß. Da sind Fehler ganz automatisch. Wir dürfen nach diesen nur nicht den Kopf hängen lassen und resignieren. Wenn wir weiter so gut arbeiten, die Fans Geduld haben und uns unterstützen, dann haben wir eine Chance in der Liga zu bleiben.“
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