Handball-Verbandsliga: Kettwiger TV unterliegt Unitas Haan - der komplette Spielbericht

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Mit Gewalt versuchte Marc Bing (r.) zu Beginn der zweiten Halbzeit mehrfach den Torerfolg zu erzwingen. Doch alle Versuche landeten entweder neben dem Tor oder wurden von Unitas-Keeper Michael Frerath pariert. (Foto: Bangert)
 
KTV-Coach musste mitansehen wie sein Team gegen Spitzenreiter Unitas Haan nach der Pause keinerlei Chance mehr hatte. (Foto: Bangert)
Essen: THG-Sporthalle |

Das war deutlich. Glatt mit 23:31 (10:14) unterlagen die Verbandsliga-Handballer des Kettwiger TV vor heimischer Kulisse in der Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums dem Spitzenreiter Unitas Haan.


Knappe 60 Sekunden sollte es nur dauern, bevor die Gäste aus Haan die Verhältnisse in der Halle denen in der Tabelle und im Besetzungsplan der Rollenverteilung angeglichen hatten. Nach den schnellen Treffern von Alexander Metz und Lars Krüger herrschte Stille im KTV-Block und auf der Bank musste Coach Stefan Klung zum ersten Mal korrigierend eingreifen. „Enger dran, ihr müsst enger ran und lasst sie bloß nicht ins Laufen kommen,“
Und zumindest für drei, vier Minuten durfte sich die Klung-Sieben auf Augenhöhe mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter fühlen. In der Deckung packte der Mittelblock um Sven Liebenau und Daniel Kaiser deutlich enerischer zu und vorne glichen Jens Flemmig und Lukas Plaumann zunächst auf 3:3 und dann noch einmal auf 4:4 aus. Hoffnung machte sich breit, die Gäste schienen zumindest in diesem Moment nicht unschlagbar.


"Lasst sie nicht ins Laufen kommen" KTV-Coach Stefan Klung

120 Sekunden und zwei weitere schnelle Treffer der Gäste später war das kleine Pflänzchen Favoritensturz schon wieder vom Ausstebern bedroht. Vorne versiebte der KTV durch Kaiser und Marc Bing zwei eigentlich klare Wurfchancen und im Gegenzug ging es für die Klung-Sieben einfach viel zu schnell. Über 6:4 und 8:5 rückte der Spitzenreiter die Verhältnisse wieder gerade und machte deutlich, dass er keinen, aber sowas von keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen lassen wollte. Und der KTV fügte sich in seine Rolle als motivierter, aber guter Gastgeber und ließ Unitas mal zwei, dann drei und zum Ende der Halbzeit beim 10:14 dann auch mit vier Treffern den Vortritt. Noch aber wollte sich das Pflänzchen Favoritensturz nicht ganz aus der Sporthalle des THG vertreiben lassen und fand in der Pausenanalyse von Teamsprecher Sven Liebenau neue Nahrung. „Wir müssen vorne mutiger spielen und hinten konsequenter zufreifen. Dann, aber nur dann haben wir in der zweitemn Halbzeit eine Chance, das Momentum auf unsere Seite zu bringen.“

"Unitas Haan war bärenstark und wir hatten keine Chance." KTV-Routinier Sven Liebenau

Doch wie das so ist mit den guten Vorsätzen. Ausgesprochen sind sie schnell, doch an der Umsetzung hapert es oftmals doch schnell. Und so war es dann auch im THG. Der Spitzenreiter konnte sich auf Keeper Michael Frorath verlassen, der in schönster Regelmäßigkeit die Schützen des KTV entnervte und dann passgenau die Gegenstöße seines Teams initiierte. So stand es schnell 24:15 für den Aufstiegsfavoriten und statt des Pflänzchens Favoritensturz hatte sich das das Dickicht Namens Debakel seinen Weg in den Herzen des KTV, seiner Fans und in den freien Flächen der THG-Halle breit gemacht. Aber dank der Genügsamkeit der Gäste schalteten diese gut zehn Minuten vor Schluss zwei Gänge runter, ließen so die Klung-Sieben zumindest wieder mitspielen und brachten sich doch nicht in Verlegenheit dieses Spiel doch noch aus der Hand zu geben. So sah es dann auch Sven Liebenau. „Wir können uns kaum einen Vorwurf machen, Haan war einfach bärenstark und hat uns nicht den Hauch einer Chance gelassen. So muss man spielen, wenn man aufsteigen will.“

Kettwiger TV: Stecken - Bing (1), Plaumann (5), Kaiser (1), Pfeffer, Liebenau (2), Mühlenhoff (1), Flemmig (7), Rückmann, Brix (3), Seidel (4)
Unitas Haan: Frerath, Grüddtke - Metz (4), Segenit (3), Schmalbuch, Blau (1), Krohm (2), Billen (4), Haohnhaupt (4), Ziegler (2), Kreisköther (1), Krüger (6), Pankert (1), Obermeier (3)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Jörg Müller/Ralph Höschler
Spielfilm: 0:2, 3:3, 5:6, 7:10, 10:14, 13:18, 13:21, 17:26, 21:28, 23:31
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