„Ist doch kein Beinbruch“

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Die Kettwiger Verbandsligisten rutschten gegen Dümpten böse aus. Foto: Bangert
 
Acht Treffer von Jan-Peter Kaesler reichten nicht zu Sieg. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Spiele der Handballer: Nur die 2. Herren konnten ihre Heimpartie gewinnen


Dieser Spieltag war von nur mittelmäßigem Erfolg geprägt. Gleich dreimal hatte Kettwig Handball Heimrecht, doch nur einmal konnte ein positives Fazit gezogen werden. Während beide Erstvertretungen Niederlagen einstecken mussten, konnten die 2. Herren ihren nun schon dritten Saisonsieg eintüten.

Verbandsliga

1. Herren gegen HSV Dümpten 31:36
Tore: Kaesler (8), Bing (7), Moeller (5), Mühlenhoff (3), Orlowski (2), Pfeiffer (2),
Röckmann (2), Schwartz (2).
Ohne Moritz Brix, er konnte erkrankt nicht spielen, musste Kettwig Handball die erste Saisonniederlage einstecken. Nach gutem Beginn führten die Hausherren mit 7:4, gerieten dann aber in Rückstand, lagen zur Pause mit 15:16 hinten. Dümpten langte auch mal härter zu, die jungen Kettwiger ließen sich beeindrucken. Der Gast hat eine routinierte, clevere Mannschaft mit stämmigen Kerlen in der Deckung, die ausreizten, was die Schiedsrichter so alles durchgehen ließen. Dem Kettwiger Spiel ging das Tempo verloren, viel zu hektisch versuchten die Gastgeber, das Glück zu zwingen. Fast schien es noch zu gelingen, doch die 20:19 Führung war nur ein Strohfeuer, Dümpten zog unwiderstehlich auf 26:21 davon, hielt diesen Vorsprung bis zum Abpfiff. Werner Dörnenburg aus der Abteilungsleitung taten die Jungs leid: „Wir haben halt eine junge Truppe, da kann so etwas passieren. Ist doch alles kein Beinbruch, es geht weiter.“ Kritisch merkte er jedoch an, dass das Fehlen des Spielertrainers Moritz Brix so viele Lücken im Mannschaftsverbund offenlegte: „Mo fehlte in der Deckung, aber auch mit seinen Zuspielen und als Werfer. Aber da hätte von den anderen mehr kommen müssen.“
Am Samstag, 5. November, geht es um 20 Uhr weiter beim TB Wülfrath, der bisher ein ausgeglichenes Punktekonto aufweist. Natürlich möchte Kettwig Handball die Niederlage vergessen machen und weiter oben dran bleiben, allerdings gilt die Wülfrather Halle wegen vieler lautstarker Fans als Hexenkessel. Da wäre es gut, wenn Moritz Brix wieder mitmischen könnte.

Landesliga

Damen gegen HSG Werden / Phönix 17:28
Tore: Museiko (7), Laermann (4), Schulz (3), Kloss (2), Keppel.
Mit engem Kader musste die Mannschaft von Trainer Michael Risse ins Derby gegen Werden gehen. Trotz guter Kampfleistung gaben sich die Gastgeberinnen letztlich mit 17:28 geschlagen. Kettwig kam gut in die Partie, anfangs neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig und es stand lange Unentschieden. Die Kettwiger Damen hielten gut dagegen und konnten nach einer schönen Kombination den Ausgleich erzielen. Die Truppe spielte ihre Angriffe lang aus und rieb sich an der kompakten Deckung der Gegner auf. Dies führte vermehrt zu einfachen Ballverlusten, die aber nicht immer von Werden genutzt wurden. Nach 19 Minuten stand es immer noch unentschieden, so langsam roch es nach einer Überraschung. Doch dann machte Werden ernst, das Kettwiger Team fiel wieder in alte Muster zurück und die Gäste konnten sich bis zur Halbzeitpause mit sieben Toren Vorsprung absetzen.
Anfangs des zweiten Durchgangs war es wieder eine ausgeglichene Begegnung, vor allem Keeper Alina Fensch zeichnete sich mit guten Paraden als beste Kettwigerin aus. Bis zur 40. Minute konnte dank der Torhüterin der Abstand mit 10:17 gleich gehalten werden. Danach wurden die Zuschauer leider wieder an die erste Halbzeit erinnert: Im Angriff fehlte es schlicht an Ideen, um die Gäste ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Bis zum Ende schraubte Werden das Ergebnis auf 17:28 hoch. An der Einstellung lag es nicht, die Lokalmatadore kämpften bis zur letzten Sekunde, obwohl ihr Kader durch viele Krankheiten und Verletzungen stark ausgedünnt war.
Punktlos, aber noch nicht abgeschlagen, steht der Aufsteiger ganz unten, fing sich einfach zu viele Gegentore. Weiter geht es am Samstag, 5. November, im westlichen Münsterland. Der TSV Bocholt II hat auch erst ein Spiel für sich entschieden und könnte ein Gegner auf Augenhöhe sein.

Leistungssteigerung

2. Herren gegen SG Unterrath 35:33
Tore: R. Schinke (8), J. Müller (6), Graefer (5), Scheid (5), Bach (3), S. Schinke (3), Haehn (2), Luhrenberg (2), Littmann.
Zur Pause gab es lange Gesichter, denn Kettwig lag mit 12:14 hinten. Durch eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt gelang es dem Team von Coach Daniel Averbeck, dem Spiel einen völlig neuen Charakter zu geben. Beim 18:17 ging Kettwig erstmalig in Führung, zog sofort weg, spätestens beim 29:23 war die Partie entschieden. Die Mannschaft bekam ein Sonderlob von Vorstand Werner Dörnenburg: „Sie haben wirklich klasse gespielt und endlich gezeigt, was sie im Training geübt haben. Sven Eumann im Kasten hat gut gehalten, hinten stand die Deckung erstklassig, der alte Hase Sascha Graefer, unser Neuzugang aus Recklinghausen, hat mit seiner gesunden Härte die Deckungsmitte zugemacht. Und Riccardo Schinke ist in Torlaune und trifft. Hochachtung vor dieser Truppe!“
Mit nunmehr 6:4 Punkten hat sich die Reserve in der oberen Tabellenhälfte eingenistet, der nächste Gegner SG Ratingen II hat schon stolze 8:2 Punkte erreicht und so einen regelrechten Traumstart hingelegt.
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