Keller im Olympia-Fieber

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Christian Keller ist im Olympia-Fieber: Bereits am Dienstag flog er nach London, ist ab dem ersten Tag der Spiele als ZDF-Experte gefordert. Erstmals kommentiert er gleich die Eröffnungsfeier mit! Es sind seine sechsten Olympischen Spiele in Folge - vier Mal war er als Aktiver dabei, jetzt ist er bereits zum zweiten Mal der Mann mit Fachkompetenz neben dem Reporter...
„Ich bin wirklich schon in Olympia-Stimmung“, gibt der Kettwiger, der selbst mit olympischen Edelmetall (Bronze mit der 4x200-Meter-Lagenstaffel 1996 in Atlanta)dekoriert ist, offen zu. „Das liegt natürlich auch daran, dass ich häufig angesprochen werde und viel Kontakt zu den Kollegen vom ZDF habe.“ Ich freue mich aber auch persönlich sehr auf die Spiele.
Begutachten wird er dann die internationalen Stars der Schwimm-Szene - natürlich mit besonderem Augenmerk auf die deutschen Athleten. „Drei Medaillen sind realistisch“, erklärt er. Ist das nicht ein bisschen tief gestapelt? „Chancen sehe ich im Einzel natürlich bei Britta Steffen auf den Kraul-Strecken, bei Paul Biedermann über 200 Meter-Kraul - ihm kommt zugute, dass Phelps diese Strecke abesagt hat - aber auch bei Glania über 200-Meter-Rücken, Markus Deibler über 200-Meter-Lagen oder vom Lehn über 200-Meter-Brust“, führt er aus. Das sind schon fünf Medaillen... „Ja, aber bei Olympia muss wirklich alles passen“, schränkt Keller ein. Auch bei den Staffeln haben die deutschen Schwimmer Chancen auf Edelmetall. „Die 4x100-Meter-Kraul und die 4x100-Meter-Lagen-Staffeln bei den Frauen sowie die 4x200-Meter-Kraul bei den Herren sind aussichtsreich“, findet Keller.
Bei der Kraul-Staffel der Frauen ist somit auch eine Essenerin mit Medaillen-Chancen unterwegs:Lisa Vitting schwimmt hier mit. Caroline Ruhnau könnte in der Lagenstaffel aufgestellt werden, dafür muss sie allerdings im innerdeutschen Duell schneller sein als Sarah Poewe, die immerhin gerade Europameisterin wurde. „Das ist möglich, Caroline ist ein Wettkampf-Typ“, hofft Keller.
Nachnominiert wurde der dritte Essener Schwimmer, der in London ins Becken springt: Hendrik Feldwehr. Ob der Mann, auf den das deutsche Team in der Lagenstaffel auf der Brustbahn baut, wirklich nach seiner Verletzung wieder richtig fit wird, wird sich zeigen. „Das ist immer schwer einzuschätzen. Die Zeit, die er in Paris geschwommen ist, war o.k., aber er braucht eine Steigerung“, weiß Keller. „Die Situation als Nachnominierter an den Start zu gehen, erhöht zudem den Druck, damit muss er umgehen können. Mich freut es sehr, dass er dabei ist und ich drücke alle Daumen.“
Und genau das werden mit Christian Keller sicher Millionen vor den Bildschirmen ebenfalls tun, die Schwimm-Wettkämpfe beginnen gleich am ersten Wettkampf-Tag. „Das ist immer so, deshalb war ich als Aktiver nie bei einer Eröffnungsfeier“, schmunzelt Keller. Doch das ist bei den Spielen 2012 anders, denn erkommentiert fürs ZDF die Feier mit : Also am 27. Juli, 21.30 Uhr einschalten und auch Olympia-Fieber bekommen ...
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1 Kommentar
Silke Heidenblut aus Gelsenkirchen | 08.08.2012 | 10:44  
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