Knappe Niederlage - 1051 Zuschauer sahen das Wuppertaler 2:0 gegen DJK Mintard

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Griechisch-römisch? Nein, Pokalkampf in Wuppertal! Nils Kaltenpoth (l.) und Jens Kempkens hatten ihre Gegner „im Griff“.
 
DJK-Torwart Lars Fleischer faustet das Leder aus der Gefahrenzone.

Die DJK Mintard bestand die Pokalaufgabe beim Wuppertaler SV mit Bravour, schied erhobenen Hauptes aus. Vor dem Spiel hätten wohl die wenigsten auf eine so knappe Niederlage – Mintards Torwart Lars Fleischer musste nur zweimal hinter sich greifen - gesetzt!

Vor der Partie meinte Trainer Marco Guglielmi: „Wir sind heiß auf das Spiel, werden alles in die Waagschale werfen und es dem Favoriten möglichst schwer machen.
Meine Spieler sind schon ganz nervös. Wir freuen uns auf den Auftritt in diesem großen Stadion, wollen das genießen und uns möglichst gut verkaufen. Trotzdem wäre alles unter fünf Gegentoren schon ein Erfolg.“
Dies klang nach „in Grenzen halten“. Doch als der Schiedsrichter nach neunzig Minuten abpfiff, sah Guglielmi die Sache ein wenig anders: „Ich bin nicht zufrieden. Wir haben defensiv super gestanden, keine Frage, dass Wuppertal aus dem Spiel heraus kein Tor gegen uns erzielt hat, muss man natürlich sehr positiv bewerten.

Guglielmi unzufrieden

Doch im Spiel nach vorne wurde viel zu oft überhastet agiert. Man hatte den Eindruck, manche Spieler wollten den Ball einfach schnell loswerden. Aus diesem Spiel müssen wir lernen, das muss besser werden!“
Sage und schreibe 1051 Zuschauer sahen die Niederrheinpokalbegegnung zwischen dem Wuppertaler SV und Blau Weiß Mintard, natürlich war der Gastgeber klarer Favorit, zumal der WSV die Rückkehr in die Regionalliga anpeilt. Mit einer taktisch gut organisierten Defensive bereite der Kreisligist dem Oberligisten deutliche Probleme.
Nach 20 Minuten fälschte ein Mintarder Spieler einen scharf geschossenen Freistoß ab, der Ball rauschte unhaltbar für den guten Torhüter Lars Fleischer zum 1:0 ins Tor.
Das Spiel fand hauptsächlich in der Mintarder Hälfte statt, ohne dass jedoch Entscheidendes passierte. Der ehemalige Bundesligist verstand es nicht, gegen die gut gestaffelte Mintarder Mannschaft spielerische Akzente zu setzen.

Standardsituationen

So war es kein Zufall, dass auch das 2:0 nach einer Standardsituation fiel, ein unzureichend geklärter Freistoßwurde aus 10 Meter unhaltbar für Fleischer in die Mintarder Maschen gedroschen.
Wer geglaubt hatte, in der zweiten Spielhälfte würden die Gäste einbrechen, sah sich getäuscht. Zwar erhöhten die Gastgeber noch einmal die Schlagzahl, doch außer einem Abseitstor und einer vergebenen Großchance passierte wieder nicht viel.
Aufregung gab es erst wieder in der 56. Minute, als der Wuppertaler Nino Saka nach einem rüden Foul an Tobias Kolb die rote Karte gezeigt bekam, trotz Unterzahl blieb der SV dominant.
Am Ende stand dann ein ernüchternder 2:0 Sieg für Wuppertal, auf die Mintarder Gäste, die sich gegen die drei Klassen höher spielende Mannschaft tapfer geschlagen hatten, prasselte Lob von allen Seiten ein.
Wuppertals Trainer Peter Radojewski:„Mintard war keine Kreisklasse, die Mannschaft ist deutlich höher anzusiedeln. Unsere Tore waren Zufallsprodukte, kreativ ist bei uns nicht viel gelaufen - von daher bin ich enttäuscht von meiner Mannschaft. Alle hatten wohl nur ‚Kreisklasse’ im Kopf, das war sicher nicht hilfreich für ein gutes Spiel!“
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