„Olympiastadion Kettwig“

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Beim Spendenlauf für KIS machten 120 Kettwiger Sportler mit. Foto: Bangert
 
KIS-Vorsitzender Heiner Hahn begrüßte und hatte gute Nachrichten. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Spendenlauf für KIS war ein voller Erfolg, Kettwig läuft für seine moderne Anlage

Nun heißt es Daumen drücken! Am Mittwoch entscheidet der Rat der Stadt über den offiziellen Baubeschluss. Dann steht einer modernen Sportanlage für Kettwig nichts mehr im Wege. Nach Pfingsten sollen die Bagger rollen.

Der Wintereinbruch war glücklicherweise rechtzeitig abgeklungen, sodass die Wege bereits wieder passierbar waren. Heiner Hahn atmete durch: „Als wir Samstag den Schnee sahen, ist uns das Herz in die Hose gerutscht!“ Als Vorsitzender des Fördervereins „Kettwiger Initiative Sportplatz“ (KIS) hatte Hahn noch mehr gute Nachrichten.


Baubeginn am 12. Juni

Im jüngsten Gespräch mit den Verantwortlichen bei den Sport- und Bäderbetrieben wurden letzte Detailfragen geklärt. Einige Wünsche der Kettwiger Sportler konnten noch mit ins Programm aufgenommen werden, Hahn zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben nicht alles durchdrücken können, aber mit unserer neuen Anlage werden wir sehr gut leben können.“ Außerdem konnte Hahn die bangen Fragen nach dem tatsächlichen Baubeginn beantworten. Da in diesem Jahr gleich fünf Anlagen modernisiert werden, hat sich die Verwaltung einen ambitionierten Zeitplan auferlegt. So werden zur logistischen Vereinfachung die Arbeiten in Kettwig und dem nahe gelegen Bredeney kombiniert, Hahn wurde sogar ein konkreter Termin genannt: „Wenn alles klappt, ist am 12. Juni Baubeginn!“ Damit dürfte genügend Bauzeit bleiben, um die Anlage vor dem nächsten Winter eröffnen zu können. Ein absolutes Muss, wie die Fußballer vom FSV Kettwig vehement unterstrichen. Jugendtrainer Frank Kuhlmann: „Wir konnten in diesem Jahr noch kein einziges Training durchführen. Und wir haben jetzt schon sehr viele ausgefallene Spiele nachzuholen.“

Punktuelle Verbesserungen

Im Gespräch mit der Stadt regten Hahn und seine Mitstreiter punktuelle Verbesserungen der bisherigen Planung an. Zum Beispiel wird noch eine Kugelstoßanlage eingefügt. Zwei Weitsprunganlagen sind auch zu knapp, die Fußballer brauchen auch Abstellflächen für ihre mobilen Jugendtore. Die beiden Sektoren werden aufgeteilt, einer für Hochsprung und Weitsprung bekommt Tartanbelag, der andere Kunstrasen für die Fußballer. Heiner Hahn: „Wir haben da einen guten Kompromiss gefunden. Vielleicht können wir uns noch zusätzliche Wünsche erfüllen, etwa eine kleine Tribüne.“ Der Trainings- und Spielbetrieb kann im Gegensatz zu anderen Standorten in Kettwig aufrecht erhalten bleiben, da es zwei Plätze gibt. Die Investitionen liegen über eine Millionen Euro. Geplant sind der Umbau des oberen Fußballspielfeldes in mit Gummigranulat verfüllten Kunstrasen sowie der Umbau der Rundlaufbahn in eine zweibahnige Kampfbahn und der Sektoren in Kunststoff beziehungsweise Kunstrasen. Die KIS sammelt weiterhin und sucht noch Sponsoren, eventuell auch für die Namensrechte der Anlage.

Enormes Engagement

Nun wurde mit einem Spendenlauf ein weiteres Mal das enorme Engagement der Kettwiger für ihren Platz demonstriert. Es brummte in der FSV-Ruhrarena, die Anmeldung erbrachte einen erfreulichen Zwischenstand: „Wir haben 120 gemeldete Läufer!“ Heiner Hahn begrüßte die Starter und dankte dem FSV für die Überlassung seiner Ruhrarena als Treffpunkt für Registrierung und Verpflegung sowie Philippe Abraham für die Organisation. Abraham übernahm es dann, den Lauf zu erklären: „Herzlich Willkommen im Olympiastadion Kettwig! Der Stadtteil steht hinter dieser Aktion, das sieht man heute wieder. Das Geld ist hier gut angelegt für Fußballer und Leichtathleten.“ Nach einer Aufwärmaktion und gut gelaunter „La Ola“-Welle ging es an den Start. Die Laufgruppen waren gestaffelt nach Alter und Leistungsvermögen. Auf dem Leinpfad Richtung Mülheim waren verschieden lange Strecken bis zu 15 Kilometer zu bewältigen.

Aufgeregte Jungsportler

Auch Angelika Kleinekort von „Kettwig Hilft“ war mit von der Partie, hatte eine Startergruppe von Flüchtlingskindern aus der nahe gelegenen Unterkunft motivieren können, mitzulaufen. Jugendcoach Kuhlmann versorgte die sichtbar aufgeregten Jungsportler mit entsprechendem Schuhwerk und FSV-Trikot, sprach persönliche Einladungen zur Teilnahme am Training der Kicker aus: „Sobald wir endlich wieder auf den Platz dürfen, kommt ihr auch, ok?“
Durch die Startgelder und den Verkauf von Speisen und Getränke kamen stolze 1.100 Euro zusammen. Mit Kettwiger Understatement kommentierte die KIS: „Damit waren wir sehr zufrieden.“
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