Rudern im Winter - KRG-Trainer Boris Orlowski erzählt und blickt auf die Ergometer-Europameisterschaft im Januar voraus

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Rückblick: Anna-Maria Kipphardt gab Vollgas. (Foto: Straßmeier)
 
Konzentriert: Fabienne Knoke (Foto: Straßmeier)
Nach der Saison ist vor der Saison. In Ausdauersportarten wie dem Rudern gilt dieser Spruch noch viel mehr als in vielen anderen Sportarten. Außerdem lockt im 26./27. Januar mit den Indoor-Europameisterschaften in der Sporthalle des THG das nächste Event die Top-Ruderer nach Kettwig. Über diese und viele andere Themen sprach der Trainer der Kettwiger Rudergesellschaft Boris Orlowski mit dem Kettwig Kurier.

Wie unterscheidet sich ihre Arbeit als Trainer im Winterhalbjahr zur Wettkampfarbeit im Sommer?
„Die Meister vom Sommer werden im Winter gemacht!‘, dass ist der Leitspruch eines jeden Trainers. Unsere Trainingsruderer arbeiten auch in den Wintermonaten außer montags täglich, samstags dann sogar zweimal. Daher unterscheidet sich die Arbeit nur in den Inhalten des Trainings, der Aufwand ist der Gleiche. Nur das Reisen fällt in diesen Monaten weg.“

Wo liegen die Trainingsschwerpunkte und worauf müssen sie als Trainer besonders achten?
„Im Winter gilt es, die Grundlagen im Bereich Ausdauer und Kraft für eine erfolgreiche Rudersaison zu legen. Die Rudereinheiten werden deutlich zurück gefahren und im Bereich Ausdauer stehen das Joggen, Ruder- und Fahrradergometer im Focus sowie mindestens zwei Krafteinheiten pro Woche.
Neben der Trainings- und Leistungskontrolle sind wir als Trainer besonders dazu aufgerufen auf die Gesundheit zu achten, damit die Trainingsausfälle durch Krankheit und Verletzung einfach so niedrig wie möglich gehalten werden.“


Nun sind Sie und die KRG auch als Wettkampforganisator gefordert. Der „Indoor-Cup“ steht vor der Tür. Wie ist der Stand der Vorbereitungen?
„Den „Indoor-Cup“, der das Finale zur „Deutschen Ruderergometer-Meisterschaft“ bildet, richten wir für den Deutschen und Nordrhein-Westfälischen Ruderverband nun schon zum 15. Mal in Folge aus. Da macht sich natürlich eine gewisse Routine breit. Dennoch ist es jedes Jahr wieder spannend, zum Beispiel alle notwendigen Genehmigungen über die Koordinierungsstelle der Stadt Essen einzuholen und die benötigten Sponsorengelder zusammen zu bekommen. Momentan ist aber soweit alles im Soll und wir sind zufrieden und glücklich, dass es bald losgeht.“
Nun werden zeitgleich auch die Indoor-Europameisterschaften ausgetragen. Bringen diese mehr Arbeit mit sich und worauf müssen sie achten?
„Der Arbeitsaufwand ist schon allein deswegen einfach deutlich höher, weil es wieder eine Veranstaltung über zwei Tage ist. Hinzu kommt natürlich die Internationalität. Die Homepage www.europen2013.com wird mehrsprachig präsentiert, es müssen deutlich mehr Bettenkapazitäten vorgehalten werden und der Athletentransfer spielt eine außergewöhnlich große Rolle.
Hier haben wir das Glück, auf den „Bürgerbus Kettwig“ und das „Autohaus Ford Kneifel“ zurückgreifen zu können, die uns behilflich sind, diese Herausforderung zu bewältigen.“

Worauf können sich die Besucher freuen?
„Es wird eine echtes Spitzensport-Highlight für Kettwig! Zahlreiche Olympiateilnehmer aus London kommen aus vielen Nationen zu uns in die Gartenstadt und wir werden einmal mehr die Sporthalle des Theodor-Heuss Gymnasiums innerhalb weniger Stunden in eine Show-Arena umwandeln um den Athleten und natürlich auch den Besuchern eine unvergessliche Meisterschaft zu präsentieren.“

Welche der KRG-Athleten gehen motiviert und mit richtig guten Chancen ins Rennen?
„Ich glaube hoch motiviert sind sie bei einem solch sportlich herausragenden Event wirklich alle. Dennoch gibt es auch einfach physiologische Grenzen. Bei einem so hoch besetzten internationalen Feld wird es für die „kleine“ Kettwiger Rudergesellschaft natürlich richtig schwer, sich sportlich gut in Szene zu setzen. Dennoch hoffe ich, dass zum Beispiel unsere Juniorenweltmeisterin Fabienne Knoke in der Leichtgewichtsklasse der Frauen ganz vorne mitfahren kann. Auch Imke Fütterer ist bei den 17/18-jährigen, wenn sie denn gesund ist, eine Finalplatzierung zuzutrauen. Im Nachwuchsbereich der 15/16-Jährigen ruhen unsere Hoffnungen auf eine Finalplatzierung für die KRG besonders auf Aaron Quindeau und Mia Müller.“
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