Unter einem schlechten Stern

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Die blau-weissen U15 Mädchen konnten die Tabellenspitze übernehmen. Foto: Archiv
 
Die Mintarder B-Junioren holten in Karnap einen ganz wichtigen Sieg. Foto: Archiv
Essen: Kettwig-Kurier |

Beim Auswärtsspiel der U17 Mädchen trat der Fußball in den Hintergrund

Die Mintarder B-Junioren konnten eine ganz wichtige Partie für sich entscheiden, während es für die Kettwiger A-Junioren immer enger wird. Die U15 Mädchen thronen nun an der Spitze der Leistungsklasse, während bei den U17 Mädchen der Sport leider in den Hintergrund trat.

Gegen die SG Schönebeck testeten die U13 Mädchen von Trainer Marvin Robert und mussten nach einer torreichen Begegnung gegen den Bundesliganachwuchs ein 3:6 hinnehmen.
Die U15 Mädchen unter Trainer Thomas Neumann siegten am späten Nachmittag gegen den bisherigen Spitzenreiter Adler Union Frintrop mit 2:1 und belegen nun selbst den Platz an der Sonne. In einem guten Spiel zweier Teams, die sich über 70 Minuten aber auch gar nichts schenkten, erzielte Lucie Letmathe bereits vor der Pause beide Mintarder Treffer. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste aus Essen war es in den letzten halben Stunde ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten.


Fußball war nicht das Wichtigste

Im Niederrheinpokal sind die U17 Mädchen ein wenig überraschend ausgeschieden. Beim Sportring Solingen aus der Kreisklasse kam das Aus im Achtelfinale mit 1:2, den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer hatte Nicole Pietruschka erzielt.
Dass Fußball nun wirklich nicht das Wichtigste ist, erlebten die Schützlinge von Trainer Torsten Eichholz in der Niederrheinliga. Das Auswärtsspiel beim FC Kray stand unter einem schlechten Stern. Ein Spielervater lag im Sterben. Viele Tränen vor, während und nach dem Spiel ließen den Fußball in den Hintergrund treten. Mintard begann verhalten, Kray kam zu vier Ecken. Erst dann übernahmen die Gäste das Spielgeschehen und kombinierten von hinten heraus. Leider war stets vorm Strafraum der Gastgeber Schluss. Kray hatte zwei Gelegenheiten aus spitzem Winkel, die entschärft wurden. In der 35. Minute hatte Loreen Mählitz dann die größte Chance des Spiels. Nicole Pietruschka spielte ihr in den Lauf, der Schuss landete aber genau in den Armen der Torhüterin. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Mülheimerinnen spielbestimmend und erarbeiteten sich einige Gelegenheiten. Zwischen der 53. und 63. Minute gab es drei gute Möglichkeiten. Erst hielt die Torhüterin wieder einen Schuss von Loreen Mählitz aus gut 18 Metern, dann flog ein Volleyschuss von Amelie Jeß am Tor vorbei und zuletzt war noch einmal Nicole Pietruschka alleine unterwegs, doch ihr Versuch wurde ebenfalls von der Torhüterin entschärft. Kurze Zeit später fiel wie aus dem Nichts die Führung für Kray. Nach einem hoch heraus geschlagenen Ball setzte sich Krays Goalgetterin Osthus gegen drei Mintarder Abwehrspielerinnen durch, genauso fiel auch kurz vor Schluss der zweite Treffer. Das spielstärkere Team hatte verloren, die einfache Spielweise der Krayer dagegen wurde belohnt.

Abstand zur „roten Zone“

Das war so was von wichtig! Die Mintarder B-Junioren machten sich auf den langen Weg nach Karnap. Coach Jens Erbslöh hatte genau auf die Tabelle geschaut und mathematisch nicht ganz korrekt erkannt: „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel!“ Vom Trainer gesagt, von den Spielern getan. Sekunden vor dem Pausenpfiff gelang die Führung. Nach einer Stunde sorgte das 2:0 fürs befreite Durchpusten, die Hausherren fingen sich eine zweite Zeitstrafe. Mit dem 3:0 fünf Minuten vor dem Ende waren dann alle Zweifel beseitigt und Karnap wieder überholt. Der neunte Platz der Leistungsklasse mit vier Punkten Abstand zur „roten Zone“ darf Hoffnung machen, aber natürlich nicht zu Leichtsinn verlocken. Der nächste Gegner Niederwenigern hat auch nur drei Punkte mehr auf dem Konto als Mintard. Gelingt der DJK in Hattingen der nächste Auswärtscoup?
Bei der SG Schönebeck waren die Kettwiger A-Junioren krasser Außenseiter. Das Team von Trainer Efthimios Mpalntoumis machte das Beste draus. Bis zur Halbzeit hatte Keeper Tim Fouhy nur einmal hinter sich greifen müssen. Nach dem Seitenwechsel konnten die favorisierten Gastgeber drei Treffer nachlegen. Da zeitgleich Heisingen gewinnen konnte, beträgt der Abstand zum rettenden Ufer für die Kettwiger bereits elf Punkte. Die kommenden Heimspiele gegen eben diese Heisinger und Adler Union Frintrop müssen daher unbedingt gewonnen werden.
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