Wieder den Start verschlafen

Anzeige
Der Kettwiger Jan Peter Käsler setzt sich energisch im Angriff durch. Foto: Bangert
 
Spielertrainer Moritz Brix konnte im Spitzenspiel sechsmal treffen. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Für die Kettwiger Handballer gab es durchwegs Niederlagen

Ärgerlich verlief der finale Spieltag für die Kettwiger Damen. Sie verloren eine Partie, in der ein Erfolg durchaus möglich gewesen wäre. Obendrauf wurden sie doch noch Letzter. Der KSV-Reserve wird dieses Schicksal erspart bleiben, aber ein bisschen zittern muss sie noch. Die 1. Herren verloren ihr Topspiel und stehen nun vor zwei Hammerpartien.

2. Herren gegen ART Düsseldorf II 33:39
Tore: J. Müller (11), Simon (6), Scheid (5), S. Schinke (5), Krupkat (4), Bach (2).
Dass höchstwahrscheinlich nichts zu holen sein würde, war den Beteiligten schon vorm Anwurf klar. Der Tabellendritte fackelte auch nicht lange und lag schnell mit 6:1 vorn. Näher kamen die Hausherren dann nicht mehr heran, spätestens beim Zwischenstand von 8:16 war der Ausgang vorgezeichnet, zur Halbzeit lagen die Kettwiger mit 14:20 bereits aussichtslos hinten. Beim 21:31 lag die Kettwiger Reserve sogar zweistellig hinten, schaffte allerdings einen kleinen Lauf mit vier Treffern in Folge. Dieser Abstand blieb bis zum Ende.
Nach der Osterpause geht es zur HSG Velbert-Heiligenhaus, die aller Abstiegssorgen ledig ist. Der Vorsprung von vier Punkten auf die Abstiegszone müsste den Kettwigern aller Voraussicht nach reichen. Aber Vorsicht ist angesagt, da der KSV bisher gegen alle tiefer platzierten Teams den direkten Vergleich verloren hat.

Trainer musste improvisieren

Damen gegen SFD Düsseldorf 23:24
Tore: I. Schulz (9), Krieger (5), Bernstein (4), Kloss (4), M. Schulz.
Das allerletzte Spiel der Landesliga-Saison wurde knapp mit 23:24 gegen SFD Düsseldorf verloren. Mit Sonja Laermann, Hilde Museiko und Ina Schönke fehlten gleich drei wichtige Spielerinnen. Sarah Eumann saß trotz einer Bauchmuskelzerrung auf der Bank, denn sonst hätte Kettwig überhaupt keine Wechselspieler mehr fürs Feld gehabt. Trainer Michael Risse musste folglich bei seiner Aufstellung improvisieren: Ines Schulz durfte auf Halblinks von Beginn an ran und auf Halbrechts musste Kreisläuferin Morna Schulz aushelfen. Fiona Krieger - jüngst wieder zum Team gestoßen - hatte das zweifelhafte „Vergnügen“ nach monatelanger Handball-Pause direkt durchspielen zu müssen. Trotz dieser Probleme konnte die Heimmannschaft das Spiel über 60 Minuten offen gestalten und die Abwehr des Gegners vor große Schwierigkeiten stellen. Am Ende fehlten die Ruhe und vielleicht auch ein bisschen das Glück, um einen Punkt aus diesem ausgeglichenen Spiel mitzunehmen. Ein Unentschieden hätte auch den Verbleib auf dem vorletzten Platz der Landesliga ermöglicht. So plumpsten die Kettwiger Damen doch noch ans Tabellenende, da der TB Osterfeld völlig überraschend gegen den Tabellendritten Wuppertal gewinnen konnte.
Als nächstes steht am Samstag, 22. April, im Werdener Löwental das Viertelfinale des Kreispokals gegen die HSG Werden / Phönix an. Die Kettwiger Damen sind zwar krasser Außenseiter, möchten aber dennoch ihre kleine Chance nutzen und ins Final4 einziehen.

Spiel auf Augenhöhe

1. Herren gegen LTV Wuppertal 33:36
Tore: Pfeiffer (8), Brix (6), Käsler (6), Mühlenhoff (4), Bing (3), Orlowski (2), Röckmann (2), Möller, Schwartz.
Der LTV hatte den besseren Start und ging mit 3:0 in Führung. Von da an war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gastgeber sich gegen den Spitzenreiter glänzend verkauften. Wuppertal setzte sich ein wenig ab, kam aber nicht richtig weg. Bissige Kettwiger robbten sich wieder heran. Lars Pfeiffer warf sein Team zum 14:16, doch in den verbleibenden zwei Minuten bis zur Pause legte der Tabellenführer doppelt nach. Mit 20:23 hatten die Gastgeber nach Wiederanpfiff bereits wieder Tuchfühlung aufgenommen, da verwarf Timo Schwartz einen Siebenmeter und der Favorit nutzte die Kettwiger Schockphase für sich. Doch Wuppertal fing sich jetzt Zeitstrafen, der Gastgeber kam wieder auf. Aber irgendwie fehlte das allerletzte Quäntchen. Eine Minute vor dem Ende verkürzte Pfeiffer zwar wieder auf 32:34, doch der Tabellenführer ließ sich seinen Vorsprung nicht mehr nehmen. Die Einstellung der Mannschaft stimmte. Aber ein erneut verschlafener Start und eine suboptimale Chancenverwertung verhinderten den ganz großen Triumph. Zu viele Tempogegenstöße wurden verballert, gleich reihenweise der Gästetorwart angeworfen.

Ausdrückliches Lob vom Gegner

Hinterher gab es sogar ausdrückliches Lob vom Gegner, dem die Kettwiger alles abverlangt hatten. Während Wuppertal auch rechnerisch nicht mehr viel fehlt zum Aufstieg in die Oberliga, fiel das Team des Trainerduos Moritz Brix und Florian Kundt hinter Ratingen auf Rang drei zurück.
Nach der kurzen Osterpause kommen gleich zwei Hammerpartien auf die Kettwiger zu. Im Viertelfinale des Kreispokals meint es Fortuna nicht gut mit dem KSV. Der Regionalligist TuSEM II steht als Hürde auf dem Weg ins Final4 auf dem Programm. Diese Neuauflage des letztjährigen Halbfinales findet am Sonntag, 23. April, ab 18 Uhr im Werdener Löwental statt. Danach geht es nach Ratingen zum Endspiel um die Vizemeisterschaft der Verbandsliga.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.