„Engagement lernen“ in jungen Jahren – Sparda Stiftung unterstützt Projekt der Ehrenamt Agentur Essen e.V.

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In der Mitmach-AG an der Schule an der Rahmstraße lernen Kinder das Ehrenamt kennen (Foto: Hendrik Rathmann)
 
In der Mitmach-AG an der Schule an der Rahmstraße lernen Kinder das Ehrenamt kennen (Foto: Hendrik Rathmann)

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West fördert das Projekt „Engagement lernen“ der Ehrenamt Agentur Essen e.V. mit einem Betrag von 60.000 Euro. Über einen Zeitraum von zwei Jahren, wird so seit Mitte 2015 die Heranführung von jungen Menschen an das Thema Ehrenamt ermöglicht. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, bereits ab der Grundschule den Gemeinsinn und den Mut zum Engagement zu fördern. Denn nur wer schon in jungen Jahren die Wichtigkeit des Ehrenamts kennenlernt, wird sich auch als Erwachsener für die Gemeinschaft einsetzen. Die Sparda-Stiftung war jüngst in dem Projekt zu Gast und besuchte eine Mitmach-AG.

Seit einem halben Jahr bietet die Ehrenamt Agentur an der Schule an der Rahmstraße in Essen-Altenessen für die Schüler eine sogenannte Mitmach-AG an. Einmal wöchentlich treffen sich die Kinder freiwillig nach Schulschluss, um gemeinsam mit Ehrenamtlichen und den Mitarbeiterinnen der Ehrenamt Agentur eigene kleine Projekte zu entwickeln. Dabei wird den Grundschülern vermittelt, dass sie selbst in der Hand haben, wie ihr Lebensumfeld gestaltet ist.

Kreatives Recycling

An diesem Nachmittag stand eine Pflanzaktion auf dem Programm. Aus leeren Getränkeverpackungen bastelten die Kinder kleine Töpfe, in denen Pflanzen wachsen sollen. So lernten die Schüler die Idee des „Upcycling“ kennen. Hierbei werden Abfallprodukte wieder- und aufgewertet. Aus „Zivilisationsmüll“, der eigentlich verbrannt oder teuer recycelt würde, entsteht zum Beispiel ein Pflanztopf. Der „Müll“ bekommt eine neue, langlebigere Verwendung.
Die Schüler hatten sichtlich Spaß an der Bastelaktion und im Prozess des kreativen Arbeitens, stellten sich schnell Fragen nach Ressourcenumgang, Müllproblematiken und wie jeder Einzelne etwas für einen sorgsameren Umgang mit Verpackungsmüll tun kann.
Die fertigen Pflanz-Tetra-Paks fanden dann einen Platz auf dem Schulhof. Stolz präsentierten die Schüler ihre individuellen Pflanzenkartons.

In Essen entstehen an vielen Stellen Gemeinschaftsgärten und immer mehr Engagierte entdecken das urbane Gärtnern für sich. Und auch die Schüler der Mitmach-AG können in ihrem Umfeld das Grün blühen lassen, wo sonst Beton dominiert. „Wir machen unseren Schulhof schöner!“ lautete das Motto. Für die Schüler eine neue Erfahrung. Sie selbst können Verantwortung übernehmen, ihren Stadtteil mitgestalten und verändern.

Verantwortung lernen

„In jeder Generation muss soziale Verantwortung und Zivilcourage neu gelernt werden. Dafür braucht es Vorbilder, Anregungen und Impulse. Bevor sie die Welt verändern, müssen junge Menschen ein Bewusstsein entwickeln, dass jeder von uns etwas Gutes tun kann, wenn er sich denn engagiert!“, erklärt Angie Landes die Idee hinter „Engagement lernen“. Sie betreut das Projekt, mit dem die Ehrenamt Agentur ein Stück weit Pionierarbeit betreibt und neue Wege zur frühen Engagementförderung in Essen geht.

Eigenes Projekt

In den Mitmach-AGs soll diese Botschaft vermittelt werden. Derzeit nehmen sieben Essener Schulen an dem Projekt teil. So haben z.B. die Schüler der Grundschule Nordviertel ein eigenes kleines Projekt mit dem Namen „Dog Poop“ (engl. „Hundehaufen“) erdacht. Die jungen Essener störten die vielen Hundehaufen auf ihren Spielplätzen. Und so bastelten die Kinder kleine Schildchen, die sie anschließend öffentlichkeitswirksam aufstellten.
An der Hauptschule an der Wächtlerstraße hat sich durch das Projekt eine Mädchengruppe formiert, die sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche einsetzt.

„Essen packt an!“ zu Gast

Zur Weihnachtszeit dekorierten und verpackten die Schüler der Schule an der Rahmstraße Plätzchen. Mit einem persönlichen Brief versehen, wurden diese dann durch die Initiative „Essen packt an!“ (EPA) an Wohnungslose in ganz Essen verteilt. Zusätzlich standen die EPA-Aktiven den Jung-Engagierten Rede und Antwort, warum es sich lohnt, wenn man sich für die Gesellschaft einsetzt.
Bei der stadtweiten Aufräumaktion „pico-bello-SauberZauber“ nahmen die Schüler ebenfalls teil.

Sparda-Stiftung stärkt Bürgergesellschaft

Für die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West setzt das Projekt an der richtigen Stelle an. „Soziale Verantwortung und Solidarität für unsere Mitbürger zur Stärkung der Gesellschaft – das ist ohne Zweifel das Hauptziel unserer Stiftung. Junge Menschen dafür zu begeistern, ist unserer Meinung nach essentiell, damit Bürgerengagement auch in Zukunft fest im Bewusstsein verankert ist und Früchte tragen kann“, erklärt Ursula Wißborn, Vorstand der Sparda-Stiftung die Motivation hinter der Förderung. Die Stiftung unterstützt die Ehrenamt Agentur bereits seit einigen Jahren und verfolgt das Ziel, die bürgerschaftliche Gesellschaft zu stärken.

Text: Hendrik Rathmann
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