Gemeinsam für eine saubere Stadt – „11. pico-bello-SauberZauber“ setzt Tradition der letzten Jahre fort

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pico-bello-Schirmherr und Oberbürgermeister Thomas Kufen sammelte gemeinsam mit Anwohnern und Geflüchteten rund um den Eltingplatz im Essener Nordviertel (Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen)

Auch zur elften Ausgabe konnte der „pico-bello-SauberZauber“ erneut tausende Essenerinnen und Essener mobilisieren und so an das Jubiläumsjahr 2015 anknüpfen. Mit 13.682 Anmeldungen in 320 Gruppen folgten vergleichbar viele Engagierte dem Aufruf der Organisatoren und räumten am Hauptaktionstag, den 12. März von Karnap bis Kettwig herumliegendem Müll und Unrat auf. Schulklassen und KiTa-Gruppen stellten auch 2016 die Mehrheit aller „SauberZauberer“ dar.

Zum Hauptaktionstag sah man im gesamten Stadtgebiet engagierte Bürger, die mit Zangen in Gebüschen, auf Bolzplätzen, in Kleingartenanlagen oder am Ruhr-Ufer allerhand achtlos weggeworfenen Müll in die roten Säcke der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) sammelten. Dank des Hauptsponsors konnte die Aktion auch im elften Jahr möglich gemacht werden. Die EBE spendete nahezu das gesamte Material, das den Bürgern das Sammeln erleichterte. EBE-Mitarbeiter sorgten beim SauberZauber für die gesamte Logistik: Sie verteilten Säcke, Zangen und Handschuhe an die Gruppen und werden in den nächsten Tagen Sperrmüll und große Fundstücke wie Sofas oder Matratzen abholen.

Zahlreiche Funde

Davon gab es auch 2016 leider wieder ein paar Funde. Die Kanu-Abteilung des Post- und Telekom Sportverein Essen e. V. fand entlang der Wuppertaler Straße in Rellinghausen Reste von mehreren Grillfeiern. Entlang des Ruhrufers lagen aber nicht nur Flaschen, Grillkohlenasche und Plastik, sondern auch mehrere Autokindersitze. Die Engagierten der Reitgemeinschaft 77 Dellwig e.V. wunderten sich über ein zertrümmertes Autowrack, das im Grün der nahegelegenen S-Bahn-Unterführung entsorgt wurde – mitsamt vier Extra-Winterreifen. Die Grundschüler der Karlschule stießen bei ihrer Sammelaktion in der Nähe des Parkplatz der Zeche Carl leider auf allerhand Spritzen. Neben den üblichen Glasflaschen, Plastikverpackungen und Zigarettenstummeln, fand die Nachbarschaft „Heide“ aus Altenessen-Nord, auf ihrem Weg von der Jugendfarm an der Kuhlhoffstraße bis zur Schurenbachhalde, Stühle und eine größere Anzahl Schuhe.
Jährlich sammeln die Teilnehmer mehr als 10.000 80-Liter-Müllsäcke und einige Wagenladungen Sperrmüll.

Die Rückmeldungen zu den außergewöhnlicheren Funden landeten auch in diesem Jahr bei der Ehrenamt Agentur Essen e.V. Der gemeinnützige Verein kümmert sich zum bereits fünften Mal um die Organisation der Aktion. Sie warb, koordinierte und nahm Anmeldungen an. Bei ihr laufen seit 2012 alljährlich alle Fäden zusammen.

Bürger schließen sich zusammen

So konnte die Ehrenamt Agentur im vergangenen Jubiläumsjahr von 13.824 Anmeldungen berichten, was einen Rekord darstellte. 2016 blieb die Zahl also vergleichbar hoch. Einen neuen „Rekord“ erreichten die Zahlen nicht, doch dürften am Ende wieder ähnlich viele Menschen teilgenommen haben. Nicht wenige Bürger schließen sich noch spontan der Aktion und einer Gruppe an, auch wenn sie sich nicht bis zum offiziellen Anmeldeschluss am 19. Februar angemeldet haben.
2015 hatten sich 330 Gruppen angemeldet. In diesem Jahr beobachtete die Ehrenamt Agentur eine Fusion vieler Stadtteilgruppen. So haben sich zum Beispiel die Haarzopfer Pfadfinder mit dem örtlichen Bürgerverein zusammengetan oder der Gartenbauverein Essen-Karnap e.V. sammelte mit den Sportlern des Turnvereins und Bewohnern des Flüchtlingsdorfes. So verbindet der „pico-bello-SauberZauber“ die Menschen in den Stadtteilen.

Schirmherr Thomas Kufen sammelt mit Anwohnern und Flüchtlingen

Oberbürgermeister Thomas Kufen unterstützte den Gemeinsinn der stadtweiten Aufräumaktion tatkräftig. Mit einer Bürgergruppe sammelte er im Essener Nordviertel rund um den Eltingplatz. Das ISSAB (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen) hatte eine große Sammelgemeinschaft organisiert. Anwohner und Geflüchtete der nahegelegenen Tiegelschule beteiligten sich gemeinsam und freuten sich über das Engagement des Oberbürgermeisters.
Der erste Bürger der Stadt lobte den Einsatz der „SauberZauberer“: „Ich möchte mich bei den über 13.000 Essenerinnen und Essener bedanken, die den ‚pico-bello-SauberZauber‘ mit Leben füllen. Essen ist eine vielfältige und lebenswerte Stadt und jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten, unsere Stadt etwas sauberer und schöner zu machen. Heute sind viele Menschen mit gutem Beispiel voran gegangen“, erklärte Thomas Kufen die Idee hinter der traditionsreichen Aktion. Als Schirmherr trägt er die Botschaft des „SauberZaubers“ in alle 50 Stadtteile.

Schulen und Kindertagesstätten engagiert

Ganze 72 Schulen und 71 Kindertagesstätten hatten sich in diesem Jahr angemeldet. Teilweise mit gleich mehreren Klassen und hunderten Schülerinnen und Schülern, setzten die jungen Teilnehmer ein Zeichen und griffen zur Zange.
So sammelten über 120 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Borbeck in ihrem Stadtteil. Mit über 320 angemeldeten Kindern beteiligte sich die Gervinusschule in Frohnhausen. Eine Klasse der Franz-Dinnendahl-Realschule säuberte das Gelände um ihre Krayer Schule. Der deutsch-französische Kindergarten sammelte auf dem angrenzenden Spielplatz in Bredeney. Die Städtische Kita Seumannstraße in Altenessen mobilisierte ganze 80 Kinder. Und die evangelische Kita Kettwig vor der Brücke sammelte am Ruhr-Ufer.
Die Schulen und Kindergärten konnten ihre Aktionen bereits eine Woche vor oder nach dem offiziellen Aktionstag, also vom 7. bis 18. März 2016, durchführen.

Starke Kooperationspartner

Eine stadtweite Aktion wie der „pico-bello-SauberZauber“ kann nur durch die Mithilfe engagierter Unterstützer auf die Beine gestellt werden.
Dank der Essener Verkehrs AG (EVAG) hatten alle Teilnehmer, die einen Aktionsbutton vorzeigen konnten, am Hauptaktionstag freie Fahrt im Essener Stadtgebiet. Die EVAG ist ein Unterstützer der ersten Stunde. Die NOWEDA eG unterstützte die Aktion tatkräftig bei der Öffentlichkeitsarbeit und warb wie im Vorjahr über ihr Apothekennetz. Der Ruhrverband ermöglichte die Verteilung von Zangen für die vielen "SauberZauberer" und setzte sich für das wichtige Thema Gewässersauberkeit ein. Das öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen engagiert sich im dritten Jahr für die Aktion. Auch im elften Jahr engagiert sich das Einrichtungshaus XXXL Kröger für die Sauberkeit in Essen. Um den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen zu unterstützen, spendet das Möbelhaus Preise. Unter allen Teilnehmern werden Einkaufsgutscheine im Wert von 750 Euro, 500 Euro, 250 Euro und 100 Euro verlost. Mit der GENO BANK ESSEN eG hat die Aktion 2016 einen neuen Unterstützer gefunden. Die Genossenschaftsbank sponserte Zangen für die vielen aktiven Sammler.
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