HVV erhöht Mitgliedsbeiträge / Ärger um Blumenkästen am Rathaus / Sammlung für Skulpturenpark

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Die rund 60 Mitglieder der Jahreshauptversammlung beschlossen mit Mehrheit die Beitragserhöhung. (Foto: Bangert)
Gästebetreuer suchen neue Räume / Resolution für Erhalt der Blumenkästen beschlossen

Die Mitgliedsbeiträge des Heimat- und Verkehrsvereins steigen ab 2019 kräftig an: Einzelpersonen zahlen dann 12 Prozent mehr und damit 28 Euro Jahresbeitrag. Der Jahresbeitrag für institutionelle Mitglieder steigt um 16,6 Prozent auf künftig 70 Euro an.


Seit 2010 fand keine Anpassung mehr statt. Der Vorstand begründete die Erhöhung mit der allgemeinen Preissteigerung (Porto, Gebühren, Vandalismusschäden) sowie gesunkenen Mitgliederzahlen. Die über 60 Mitglieder verabschiedeten die Erhöhung mit großer Mehrheit. Derzeit sind 728 Mitglieder im HVV organisiert, der einmal über 1000 Unterstützer verfügte, hieß es während der Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche am Markt. Terminschwierigkeiten hatten zur Verlegung der Versammlung geführt, die sonst üblicherweise im Alten Bahnhof Kettwig stattfand.


Ärger um Blumenkästen am Kettwiger Rathaus

Die Empörung der Mitglieder war groß, als Cäcilia Kogler erklärte, dass die Verwaltung dem HVV die Pflege der Blumenkästen an den Rathausfenstern nicht mehr erlaube. "Nach acht Jahren ist der Stadt aufgefallen, dass wir als HVV die Blumen pflegen. Doch eigentlich dürfen wir das nicht", fuhr Kogler fort, "weil datenschutzrechtliche Gründe" dagegen sprächen. Ohne Begleitung von städtischen Mitarbeitern dürfe sie deswegen die Räume nicht betreten. Die von der Stadt angebotenen festen Gießzeiten seien für sie nicht durchführbar. An heißen Tagen - damit auch an Wochenenden - benötigten die Pflanzen ebenfalls Wasser. Ein Gießen an diesen oder an Feiertagen wäre durch die angebotene Regelung ausgeschlossen. Auf Antrag aus der Versammlung beschlossen die Mitglieder, eine Resolution an die Stadtverwaltung zu verfassen. In der soll die Verwaltung aufgefordert werden, den Blumenschmuck zu erhalten und durch die Pflege von Verwaltungsmitarbeitern durchführen zu lassen. Ohne Gegenstimmen verabschiedete die Mitgliederversammlung den Auftrag an den Vorstand. Der Vorstand fügte hinzu, dass eine neue Schlüsselanlage im Kettwiger Rathaus installiert werde. Die Immobilienwirtschaft habe keinen Überblick über die Anzahl der ausgegebenen Schlüssel solle. Der HVV habe seine Hauptschlüssel abgegeben.
Nach Angaben der Verwaltung vom vergangenen Mittwoch werde es an den Fenstern in der ersten und zweiten Etage keine Blumenkästen mehr geben. Begrünt werde demnach nur noch der Balkon - die Pflege übernähmen die Mitarbeiter. Dies sei aber seit vergangenem Jahr bekannt. In der kommenden Woche werde der Balkon bepflanzt.
Kogler berichtete, dass es 38 Stadtführungen gegeben habe, an der 557 "begeisterte Personen" teilnahmen. Nach Aufrufen in der Presse verzeichnete die Gästebetreuer einen "Zuwachs" Ehrenamtliche, sagte Gästebetreuerin Waltraud Deierling. Sie sucht nach einem gut erreichbaren Abstellraum nahe des Mühlenteichs, um Prospekte, Sonnenschirme und Co sicher unterzubringen. Die Fragen der Gäste gingen immer häufiger in Richtung Radwandertouren.
Katrin Engelhard erklärte, dass die Sammlung für die beiden Skulpturen weitergeführt werde. Mit Aktionen wie Partner des Monats und zwei Benefiz-Konzerten seien Spenden gesammelt worden. Mit "Kettwig on Stage" sei ein neues Format "erfolgreich geschaffen" worden. Der Spendenstand betrage derzeit 20.250 Euro. Sie gab ferner bekannt, dass sie aus dem Vorstand nach 15 Jahren ausscheide.
Rita Forstmann erläuterte, dass die HVV-Reisen weiter sehr beliebt seien. Benno Pöhler teilte mit, dass der HVV die Jugendeinrichtungen vor Ort fördern und vor allem die Jugendlichen in die Arbeit des HVV einbinden wolle.
Schatzmeister Hartmut Albrecht legte die Jahresabrechnung für 2017 vor. Die Ausgaben waren demnach geringfügig höher als die Einnahmen. Die Kassenprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Kassenprüfung und beantragten Entlastung, die die Versammlung erteilte. Die rund 60 Mitglieder der Jahreshauptversammlung beschlossen mit Mehrheit die Beitragserhöhung. Foto: Bangert
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