Kettwigs Nachbarn: Ratinger Karnevalisten begrüßen erstes schwarz-afrikanisches Prinzenpaar

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Vor dem altehrwürdigen Rittergut Haus zum Haus stellte der Ratinger Karnevalsausschuss das Prinzenpaar für die Session 2016/17 vor: Samuel und Jacinta Awasum sind die ersten farbigen Tollitäten im Rheinland. (Foto: Ulrich Bangert)

Nun haben die Ratinger Karnevalisten ihren ersten schwarz-afrikanischen Prinzen: Samuel I. und Prinzessin Jacinta I. stammen beide aus Kamerun. Jetzt wurde das Prinzenpaar offiziell vorgestellt.

"Das ist eine unfassbare Ehre für mich", sagte Samuel Awasum (33), der studierter Wirtschaftsinformatiker und Vater von zwei kleinen Kindern ist.
"Der designierte Prinz ist zudem Vorsitzender des Ratinger Integrationsrates und kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Diskriminierung", erklärte Peter Hense, der erste Vorsitzende des Karnevalsausschuss in seine Vorstellungsrede mit. Hense erklärte, wir wollen ein "eindeutiges Zeichen für Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund" setzen.

"Daumen hoch und machen"


Awasum kam 2002 in die Bundesrepublik und ist seit 2008 Deutscher. Die Kür zum Karnevalsprinzen wecke ein ähnliches Glücksgefühl in ihm wie nach seiner Hochzeit,sagte er. "Für uns steht das Brauchtum und die Persönlichkeit eines Menschen im Vordergrund. Da spielt die Hautfarbe keine Rolle", erklärte Peter Hense. Dennoch setze man mit der Kür des gebürtigen Kameruners ein Zeichen - "und dies mit voller Absicht". Das Motto der kommenden Session in der rheinischen Stadt heißt "Dume huch un mahke" (Daumen hoch und machen).
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Ingrid Geßen aus Essen-West | 14.09.2016 | 12:56  
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