Bekommt Essen den Titel "City of Design"?

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Sie präsentierten am Montag die „1.Essen Design Weeks“ auf Zollverein: (v.l.) Hermann Marth (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein), Dr. Dietmar Düdden (Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Susanne Lengyel (Sprecherin der Initiative Deutscher Designverbände), Prof Kurt Mehnert (Rektor der Folkwang Universität der Künste) und Andreas Bomheuer (Geschäftsbereichsvorstand Kultur der Stadt Essen). (Foto: EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft)

Um den Titel „Unesco City of Design“ bewirbt sich die Stadt Essen. Die Entscheidung fällt Ende November, und bis dahin sollen die zahlreichen Veranstaltungen der am Montag gestarteten „1. Essen Design Weeks“ den Anspruch auf den Titel
untermauern.

Zwar ist die Auszeichnung nicht mit einem Geldpreis verbunden, dafür wird sie auf Dauer verliehen. Essen wäre dann Mitglied im weltweit noch recht exclusiven Kreis der Design Citys, wo es nach Einschätzung der Verantwortlichen hingehört.
Von der Folkwang Universität der Künste über das Kreativquartier in der nördlichen Innenstadt bis zum Weltkulturerbe Zollverein: Essen ist durch weitaus mehr Design-Standorte, große wie kleine, geprägt als viele seiner eigenen Bürger wahrnehmen. Deshalb soll das bis 30. November laufende Programm der „1. Essen Design Weeks“ die Bedeutung dieses kreativen Sektor transparenter machen.

1.Essen Design Weeks


14 der 40 Veranstaltungen fänden ohnehin statt, was auf die selbstverständliche Zugehörigkeit von Design zum Stadtleben hinweist. Andere wurden extra organisiert. Das war ein Kraftakt von der EWG - Essener Wirtschaftsförderung, dem städtischen Kulturbüro und der Stiftung Zollverein. Zu den Terminen gehören Führungen, Workshops, Konferenzen, Ausstellungen und mehr. Eine Vielfalt, die auch verdeutlichen soll, welche Wirtschaftskraft der Designsektor in die Stadt bringt.
Das Kreativ-Camp auf der Kunstmesse C.A.R. (Contemporary Art Ruhr) am kommenden Wochenende gehört ebenso zu den Design Weeks wie ein „Typografischer Spaziergang Innenstadt“, bei dem es am 8. November um Schriftzüge an Gebäuden geht, oder der „Artwalk“ am 29. November in der Nord-City. Alle Veranstaltungen sind zu finden unter www.essendesignweeks.de bzw. in einem Faltblatt, das an vielen Stellen in der Stadt ausliegt.
Und in der Tat macht der Überblick über die 40 Veranstaltungen auch dem Laien bewusst: So viel Design war nie in Essen. Kein Wunder also, dass der städtische Beigeordnete Andreas Bomheuer sagt: „Wir sind noch nie so weit gewesen, dieser Stadt ein Profil zu geben.“ Das kann Design natürlich nicht allein, muss es aber auch nicht.
Aber die Besinnung auf das Gestalterische kommt nicht von ungefähr, sondern hat historische Wurzeln. Bomheuer zählt Beispiele von Osthaus über die Architektur der Margarethenhöhe bis zur Lichtburg auf. Diesem Erbe fühle man sich verpflichtet.
Den Blick in die Zukunft wirf Prof. Kurt Mehnert. Als Rektor der Folkwang Universität der Künste und von Hause aus Gestalter freut er sich darauf, dass man „endlich ein eigenes Gebäude kriege“.

40 Veranstaltungen in sechs Wochen


Gemeint ist der geplante Neubau auf dem Kokereigelände, den das Land für den Fachbereich Gestaltung anmieten wird. Schon jetzt nutzt dieser das Sanaa-Gebäude an der Gelsenkirchener Straße. Mehnert spricht von einer „Forschungsmeile“ und meint die Strecke zwischen den beiden Gebäuden, die sich quer über das Welterbegelände erstreckt. Eine Campussituation, die man mit studentischem Leben füllen wolle.
Von ganz anderer Art ist die Nord-City und ist doch ebenfalls ein „Forschungslabor“, wie Andreas Bomheuer es nennt. Das Kreativquartier rund um die Rottstraße gilt als Beispiel für die Entwicklung, die ein in vielerlei Hinsicht vernachlässigtes Stadtviertel mit Hilfe des Designsektors nehmen kann.
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