Bürgeramt Altenessen bald wieder geöffnet: 18. Sitzung der Bezirksvertretung VI mit wichtigen Themen

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Foto: Gohl
Die Umstrukturierung der Bezirksämter, alternative Spielmöglichkeiten und die Erneuerung von Nebenstraßen sind nur einige der Tagesordnungspunkte während der 18. Sitzung der Bezirksvertretung VI am gestrigen Mittwoch, 18. Januar, im Ratssaal des Stoppenberger Rathauses, Stoppenberger Platz 6.

Die Umstrukturierung der Bürgerämter war eines der Themen auf der Agenda der Sitzung der Bezirksvertretung VI. So wird das Bezirksamt Altenessen zum 16. Februar wieder geöffnet und steht den Bürgern mit sechs Schaltern von montags bis freitags zur Verfügung. Wie die Bürgerämter Frohnhausen, Kupferdreh, Rüttenscheid, Stoppenberg und Kettwig war dieses seit dem 5. Oktober 2015 geschlossen.

Die Entscheidung für Altenessen als zentralen nördlichen Standort ergab sich aufgrund der besonderen Position im Essener Norden sowie dem Umstand, dass das Bürgeramt Altenessen als zugleich bewährte Anlaufstelle die räumliche Voraussetzungen für eine Erweiterung bietet. Aufgrund einer zunehmenden Digitalisierung soll es künftig im Stadtgebiet möglichst wenige und dafür größere Bürgerämter mit möglichst gleichmäßiger Verteilung geben. Die Bürgerämter sollen künftig wohnortnah erreichbar sein und Bürgern längere Öffnungszeiten und kurze Wartezeiten bieten. Die Räumlichkeiten am Standort des geschlossenen Bezirksamts Stoppenberg, Schwanhildestraße 25, sollen durch die Landesinitiative „klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort“ genutzt werden.
Spielmöglichkeiten in von Kinderarmut betroffenen Stadtteilen war ein weiteres Thema der Sitzung der Bezirksvertretung VI. Wie sind diese im Bezirk für Kinder erreichbar? Hierzu läuft seit 2013 eine Spielraumanalyse mit Vorschlägen für alternative Spiel- und Bewegungsangebote.

Alternative Spielflächen schaffen

Auch die Stadtteile Altenessen und Katernberg sind betroffen. Die Spielraumanalyse ergab, dass es in Altenessen-Süd zwar eine 100-prozentige Flächenversorgung gibt, es aber bei der Erreichbarkeit in den Einzugsbereichen 350 und 750 Meter für alle Altersgruppen Defiziträume gibt. Für den Fall, dass Schulhöfe nicht genutzt werden können, gibt es unter anderem folgende Vorschläge für die Schaffung alternativer Spielmöglichkeiten: Die Grünflächen der Zeche Carl als Spiel- und Bewegungsmöglichkeit und des Kaiser-Wilhelm-Parks. Auch eine Wegeanbindung zum Helenenpark soll geprüft und umgesetzt werden. In Katernberg stellt sich mit 82 Prozent ebenfalls eine unzureichende Flächenversorgung mit Spielmöglichkeiten dar. Darüber hinaus kann dort weniger als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen aller Altersgruppen wohnortnah einen Spielplatz erreichen. Als Standorte für die Entwicklung alternativer Spielmöglichkeiten, falls die Schulhöfe nicht genutzt werden können, werden hier unter anderem in Betracht gezogen: das Gelände der Zeche Zollverein sowie die Grünfläche Ückendorfer Straße.

Ferner liegt ein Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung VI vor, die Querungshilfen auf der Huestraße und Saaatbgruchstraße mit Beleuchtung auszustatten. Begründung: Im genannten Bereich kommt es insbesondere im Dunkeln immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Pkw und Passanten. So kam in der letzten Dezemberwoche ein Fußgänger an besagter Stelle ums Leben.
Das Thema „Erneuerung der Nebenstraßen“ war ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung sein. Nach der Einführung des „Erneuerungsprogramm für Hauptverkehrsstraßen“ in 2013 soll ein „Erneuerungsprogramm für Nebenstraßen“ aufgelegt werden. Jährlicher Finanzbedarf: 7 Millionen Euro. Nach Vorliegen aller Messergebnisse, wird die Verwaltung voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 die Bezirksvertretungen über den Zustand ihrer Nebenstraßen informieren.

Ferner ging es um die Situation bei den Kita-Plätzen im Bezirk. In Essen fehlen bis zum Ende des Jahres 2020 insgesamt etwa 3000 zusätzliche Betreuungsplätze. Hier hatte die Bezirksvertretung VI Zollverein nach ihrer Sitzung am 21. September die Verwaltung um Offenlegung der notwendigen Anzahl der Kitaplätze gebeten. „Die Realisierung der derzeitigen Standortoptionen, die bis ins Kita-Jahr 2019/2020 reichen, wird gemeinsam mit den Investoren, Trägern und den am Verfahren beteiligten städtischen Fachbereichen als prioritäre gesamtstädtische Aufgabe vorangetrieben“, heißt es in der Stellungnahme des Jugendamtes.
Weitere Themen der Bezirksvertretungs-Sitzung waren: Die Nutzung des Rathaussaales Stoppenberg durch den Vhs-Kurs „Geschichte Stoppenbergs“, das Projekt „Sozialtraining zum interkulturellen Dialog an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule", der Boltzplatz am Westerbruch sowie die Spielplätze und Spielplatzpaten.
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