C.A.R. 2016 - Blick in die Medienkunstmesse

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Arbeiten von Gisoo Kim, C.A.R. 2016
Essen: Sanaa-Gebäude |

Kurz vor der Eröffnung konnte ich schon mal den Künstlern und Künstlerinnen beim Aufbau über die Schulter sehen. Dabei sind mir einige Arbeiten besonders aufgefallen, die ich hier gerne vorstellen möchte. Die Auswahl soll keine Wertung sein, sie ist das Resultat meines Vorabbesuches, vor der Eröffnung. Noch nicht alle Künstler waren mit der Präsentation ihrer Arbeiten fertig.

Zum 10. Mal veranstaltet die Kunstmesse Contemporary Art Ruhr (C.A.R.) eine Medienkunstmesse & Foto-Special. Vom 03. bis 05. Juni 2016 präsentiert die Medienkunstmesse der C.A.R. aktuelle Positionen jenseits der klassischen Kunstsparten aus den Bereichen Video, Installation, Performance-und Klangkunst sowie den Schwerpunkt Fotografie. Alle Beiträge sind im preisgekrönten SANAA-Gebäude auf dem Welterbe Zollverein zu sehen. Innovative Galerien, Kunstprojekte, Kunsthochschulen und C.A.R. Talente nehmen teil. Sonderausstellungen, Workshops und die C.A.R.-Video-Lounge runden das Programm ab. Die Medienkunstmesse hat sich dabei von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu einer Talentschau entwickelt, die immer wieder neue Protagonisten aus aller Welt vorstellt, damit neue Netzwerke und Kooperationen entstehen. (Quelle: Contemporary Art Ruhr )

"exsule", eine Installation von Bastian Bley, Jonas Denzel und Marc Zeman
Schiffe bewegen sich, sie haben eingebaute Sensoren, die auf Gegenstände und Hindernisse reagieren, ihre Fahrtrichtung wird geändert, sie verheddern sich, stocken, trennen sich wieder, nehmen wieder Kurs auf...wohin? Der Betrachter kann viel in diese Arbeit hinein interpretieren. Die Projektarbeit der drei Mediendesign-Studenten der Hochschule Mainz wurden durch das Thema Flüchtlinge stark beeinflusst. Ihre Arbeit stellten sie bereits zur Luminale 2016 im Frankfurter Hauptbahnhof vor.
www.exsule.de

Gisoo Kim mit besonderen Fotocollagen
Auf den ersten Blick sehen die Schalen aus als seien sie aus Keramik. Beim näheren Hinsehen erkennt man aber, sie bestehen aus Fotografien, mit Fäden zusammen genäht. Neben den Schalen gibt es auch Kleider aus zusammengenähten Fotocollagen.
Die Künstlerin schreibt dazu im Ausstellungskatalog: " Ich möchte eine neue Realität schaffen. Aber nicht indem ich meine Landschaftsbilder am Computer zusammenbaue, sondern bei mir werden die einzelnen Bildelemente von Hand miteinander vernäht. Aber die feinen Stofffäden sind nicht nur Verbindungselemente, mit ihnen verlängern sich auch im Foto vorgegebene Strukturen. Die feinen Fäden sind mal gegenständlich zu lesen, mal erscheinen sie abstrakt und eröffnen so dem Betrachter Assoziationsspielräume."
www.gisookom.kulturserver-nrw.de

Marion Tischler "Kunst S:nack"
Marion Tischler ist eine Künstlerin in rosa Kittelschürze und Bauchladen, die die Ware Kunst in kleinen verdaulichen Portionen feil hält. Eine schöne Idee, Kunst im öffentlichen Raum an die Frau und an den Mann zu bringen. Kunst als Ware des täglichen Konsums. Keine Hemmungen, keine Schwellenangst vor Museen bei möglichen Interessenten. Man kommt leicht miteinander ins Gespräch über die angebotene Kunstware und merkt gar nicht, dass man als möglicher Käufer während des Verkaufs- bzw. Beratungsgesprächs selbst Teil der Installation wird. Macht Spaß und hebt die Laune!
www.kunstsnack.de

Marion Ortmann...oder wie man Strumpfhosen auch noch nutzen kann...
Zum ersten Mal habe ich eine ähnliche Art der Installation vor ein paar Jahren gesehen. Ebenfalls auf der Zeche Zollverein. Damals schmückten schwarze Nylons den Außenraum rund um die C.A.R. Kunstmesse. Jetzt das Deja Vu im Innenraum des Sanaa-Gebäudes. Die bespielte Koje wird zu einem begehbaren Bild. Flapsig könnte man bemerken, dass Strumpfhosen noch zu etwas anderem taugen als zum Keilriemenersatz.
Die Künstlerin schreibt dazu im Ausstellungskatalog, Auszug:"...Alles wird versponnen, verwoben, verknotet, allgemeine Verstrickungen, eine Diagnose, als begehbares Bild einer Oberfläche dieser Welt und des Universums. Das Material hat in seiner ursprünglichen Funktion längst ausgedient, Gewebe, Strumpfhosen, Schuhe, Puppen oder Altpapier, das Treibgut unserer Gesellschaft..."
"Das Lieblingsmaterial Strumpfhose, ein simples Nylongewebe verändert sich in alle Richtungen. Die besondere Eigenschaft dieser hauchzarten Gewebe, die hohe Flexibilität mit Transparenz und Belastbarkeit verbunden, machen sie zu einem geradezu idealen bildhauerischen Material."
www.monika-ortmann.de

Messetage:
Sa, 04.06.2016, 11 Uhr bis 19 Uhr
So, 05.06.2016, 11 Uhr bis 19 Uhr
Eintritt 8,00 bzw. 6,00 €

contemporary art ruhr (C.A.R.)
Welterbe Zollverein, Areal A
SANAA-Gebäude (A35)
Gelsenkirchener Straße 209
45309 Essen
www.contemporaryartruhr.de

Also hier, mein ganz persönlicher Blick:
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4 Kommentare
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 07.06.2016 | 17:46  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 07.06.2016 | 22:59  
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Eckhard Schlaup aus Gladbeck | 07.06.2016 | 23:00  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 07.06.2016 | 23:21  
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