Eine Show geht ins Blut - "Motown" im Theater im Rathaus

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Die "fantastischen Fünf" von Motown - Tertia Botha, Wilson D. Michaels, David-Michael Johnson, Marion Campell und Alvin Le-Bass (v. vorne) wollen in den kommenden Wochen die Legende von "Motown" im Theater im Rathaus wieder zum Leben erwecken.
Essen: Theater im Rathaus | Pressekonferenzen sind das tägliche Brot des Journalisten. In der Regel sind sie öde, langatmig und wenig ergiebig. Wie man es aber schafft, dass ausgebuffte Journalisten plötzlichen mitschnippen und im Takt die Oberkörper bewegen - das zeigte das Ensemble von Motown der neuen Show, die ab dem 21. April im Theater im Rathaus in Essen läuft.

Tertia Botha, Marion Campbell, Alvin Le-Bass, Wilson D.Michaels und David-Michael Johnson heißt das Quintett, das die Pressekonferenz mit einem gängigen Medley der Top-Hits von "Motown" aus den 1960er und 70er-Jahren rockte und aus einer befürchteten Quälerei eine unterhaltsame halbe Stunde machte. Angesichts der stimmungsvollen Vorlage seiner Musiker wollte dann auch Regisseur Andrew Hunt nicht zurückstecken und ging bei seiner Präsentation gleich in die Vollen: "Wir alle lieben Musik und diese Show ist wie ein Baby, das wir in den vergangenen zwei Jahren gehegt und gepflegt haben und es jetzt auf die große Bühne bringen. Wir sind aufgeregt, aber voller Vorfreude. Denn wir stehen alle mit unseren Herzen und unserer Seele hinter der Musik, hinter dieser Show."
Große Worte, denen die fünf Sänger und der Musikalische Leiter, Hans Kaul, aber in den folgenden Minuten intensives Leben einhauchten. So erzählte Kaul: "Dass wir die Songs immer mal wieder umarangiert haben. Etwa aus einem Solo ein Stück für alle fünf Sänger gemacht haben. Aber die Seele der Musik ist immer gleich geblieben und steht fest in der Tradition von Berry Gordy und seinen Stars wie Stevie Wonder, Diana Ross oder Marvin Gaye."

"Wir alle lieben Musik und diese Show ist wie ein Baby, das wir in den vergangenen zwei Jahren gehegt und gepflegt haben und es jetzt auf die große Bühne bringen."

Große Musiker, die in den 1960er und 70er-Jahren auch für die musikalische Etablierung farbiger Künstler in den USA sorgte. Dementsprechend groß sind die Fußstapfen, die die fünf Sänger im Theater im Rathaus ausfüllen müssen. Doch Angst davor hat keiner. Dafür sind sie zu sehr Profis, haben selber zu oft in zu vielen Musicals und Shows auf der Bühne gestanden und hatten etwa wie Tertia Botha einst mit den Preluders auf selbst einen Nummer eins Hit in Deutschland. Ihre Gefühle, ihre Motivation in dieser Show mitzuspielen bringt David-Michael Johnson treffend auf den Punkt: "Ich bin mit dieser Musik groß geworden. Meine Mutter hat sie gehört, ich habe sie mit Freunden nachgesungen. Jetzt hier auf der Bühne zu stehen und die Songs zu performen mit denen ich groß geworden bin - das ist ein Wahnsinnsgefühl und wir alle genießen jede Minute."
Aber nicht nur auf große Gefühle können sich die Zuschauer einstellen, auch auf ganz viel Spaß. Für den sorgt auf alle Fälle Tertia Botha als Linda. "Ich habe eine sehr lustige Rolle und sie macht unendlich viel Spaß und wir wollen dem Publikum diesen Spaß und dieses Lebensgefühl jeden Abend mit auf den Weg geben, wenn sie das Theater wieder verlassen."
Angesichts so vieler großer Worte bleibt dem mitgerissenen Journalisten zu noch zu sagen, dass es im ersten Akt eher schauspielerisch um die Gründerjahre von "Motown" in Detroit geht. Natürlich darf auch hier bereits nicht die Musik fehlen, doch die übernimmt dann nach der Pause komplett das Kommando und lässt das Publikum und die Musiker für eine gute Stunde auf Zeitreise gehen in das Detroit der 1960er-Jahre.
Mehr Informationen und Tickets auf www.theater-im-rathaus.de.

Die Prmierenkritik
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