Eine Show rockt - "Motown" im Theater im Rathaus

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Wilson D. Michaels (l.) und Alvin Le-Bass entführen die Zuschauer in „Motown“ ins Detroit der 1960er und 70er-Jahre und rocken ganz nebenbei die Bühne des TIR. (Foto: Dettmann/TiR)
Essen: Theater im Rathaus | Ich liebe „Queen“, „AC/DC“ oder auch mal in der richtigen Stimmung Herbert Grönemeyer. Aber „The Temptations“ oder „The Supremes“ - gut, die Jungs und Mädels haben in den 1960er und 70er-Jahren tolle Musik gemacht. Aber funktioniert ein Cover-Musical, das sich 120 Minuten lang ausschließlich auf die „Motown“-Musik von Produzent Berry Gordy und seinen Top-Stars konzentriert auf der Bühne im Theater im Rathaus im Hier und Jetzt.

Klare Antwort, gefällig. Gerne: Jaaaaaaaaaa. Und wie. Wohl noch nie in der Geschichte des Theaters wurde die Bühne so gerockt wie in der aktuellen Inszenierung von Regisseur Andrew Hunt. Satte fünf Minuten brauchten Tertia Botha, Marion Campbell, Alvin Le-Bass, Wilson D.Michaels und David-Michael Johnson um mich zu kriegen. Ich gestehe hier - ich habe mich mit aller meiner journalistischen Erfahrung dagegen gewehrt. Ich wollte nicht bereits den ersten Song mit wildem Schnippen und Klatschen begleiten wie es meine Platznachbarn getan haben. Doch gegen den „Groove“ des „Motown“ half auch kein Klammern an alle journalistische Objektivität. Dieses Stück rockt. Und wie.

Sänger und Band rocken die Bühne im Theater im Rathaus

Runde 50 Minuten lang entführen die fünf Sänger und die Band, angeführt vom Musikalischen Leiter Hans Kaul, die Zuschauer im ersten Teil in eine nachgebaute Garage des Detroit der 1960er-Jahre. Hier entstand einst der später legendär gewordene Sound der „Young Americans“ und hier könnte gute 50 Jahre später eine neue Generation Fans im Theater im Rathaus geboren werden. Alle die, die hier sonst gerne auf den Wortwitz von Herbert Herrmann warten oder sich gepflegt von Hans Fricke unterhalten lassen, die werden Theaterleiterin Melanie Berg nicht die Freude machen, ihr nach „Hitsville“ zu folgen.
Das kann ihr aber fast egal sein. Vorausgesetzt, die Fans von „Motown“ stürmen in den nächsten Tagen das TiR und feiern mit Tertia Botha, Marion Campbell, Alvin Le-Bass, Wilson D.Michaels und David-Michael Johnson den Sound aus „Hitsville“. Wobei: Der eigentliche Star ist Hans Kaul. Wenn Sie sich die Show anschauen, dann nehmen Sie sich die Zeit und beobachten einfach mal den Mann am Keyboard. Es lohnt sich. Versprochen.

„Motown“ läuft bis zum 29. April und vom 4. bis 12. Mai im Theater im Rathaus. Tickets und Informationen unter: 0201/24 55555.

Die etwas andere Pressekonferenz
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Petra Broszeit aus Essen-Ruhr | 24.04.2013 | 09:18  
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