"Mein Zollverein": Menschen aus dem Bezirk VI erzählen ihre Geschichten(n)

Anzeige
Johannes Maas (oben links) und andere Teilnehmer/-innen aus dem Projekt "Mein Zollverein". (Foto: Martin Steffen)

In der Vergangenheit wurde den Verantwortlichen auf Zollverein immer mal wieder "Leuchtturmdenken" vorgeworfen, wurden mehr und bessere Anbindungen in die umgebenden Stadtteile gefordert. Das Projekt "Mein Zollverein" gehört zu den Aktionen, mit denen diese Verbindung verbessert werden sollte. Ein erfolgreiches Projekt, das jetzt erneut mit einer Lesung der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Wer könnte lebendiger über das Leben im Stadtbezirk VI erzählen als die Nachbarn des Welterbes ? Am Mittwoch, 5. November , kommen im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Katernberg, Katernberger Markt 4, die Menschen zu Wort. Ab 19 Uhr lesen sechs Teilnehmer der Erzählwerkstatt „Mein Zollverein“ auf Einladung der Stiftung Zollverein und des Stadtteilprojekts Katernberg „Kon-Takt“ aus ihren persönlichen Geschichten, die mit dem Leben im Essener Norden verbunden sind: Vom Beginn ihrer Liebe zum Lesen im Text der jüngsten Erzählerin, Salma Randjoor, über die Sorgen der Ehefrau eines Bergmannes in der Geschichte von Fatma Akbulut, bis hin zu den Erfahrungen des Leiters des Jugendzentrums der Arbeiterwohlfahrt in Schonnebeck, Stefan Hoeps, mit den „Schonnebecker Jungs“– die Geschichten sind so facettenreich und verschieden, wie die Menschen selbst.

Lesung am 5. November in Katernberg


Alle Besucher sind eingeladen, die Veranstaltung mit ihren eigenen Geschichten und Blickwinkeln zu bereichern. Der Eintritt ist frei.

Für die Erzählwerkstatt haben Bewohner des Stadtbezirks VI – Zollverein im Winter 2013/2014 mehr als 100 Geschichten rund um das Welterbe – als neuer und alter Ort der Arbeit, als Kulturerbe und Freizeitort – sowie über das Leben in den umliegenden Stadtteilen geschrieben. Neben der gleichnamigen Publikation gingen aus dem Projekt sechs digitale Fotogeschichten, zwei Online-Geschichten, zehn Hörgeschichten, sechs Kunstwerke, eine Stadtteilkarte mit Geschichten-Spots und eine Video-Dokumentation hervor – allesamt abrufbar über die Projektwebsite www.mein-zollverein.de. Das Ganze war ein Projekt der Stiftung Zollverein und des Konzept- und Projektbüros part3 – Partizipation in Kunst und Kultur im Rahmen von „Welterbe Zollverein – Mittendrin“. Gefördert wurde das Projekt durch die RAG-Stiftung.

Ein Buch und noch viel mehr


Das Projekt „Welterbe Zollverein – Mittendrin“ widmet sich der Verbindung zwischen der Welterbestätte und seiner mit ihm historisch gewachsenen und verbundenen Nachbarschaft. Seit 2012 arbeitet es, angesiedelt bei der Stiftung Zollverein und gefördert von der RAG-Stiftung, unter der Leitung von Claudia Wagner aktiv daran, den Dialog zwischen dem Welterbe und seinen Nachbarn zu verstärken.

Das Stadtteilprojekt Katernberg orientiert sich mit seinem Aufgabenfeld am Leben der Stadtteilbewohner. Seit 2006 ist das Bürgerzentrum Kon-Takt der zentrale Standort. Es ist eine Kooperation der Stadt Essen, der Universität Duisburg-Essen (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung ISSAB), des Kreisverbands Essen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Katernberg.

Die Publikation „Mein Zollverein“ mit Fotografien von Martin Steffen ist im Klartext-Verlag erschienen.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.