Mühlenemscher Safari des Geschichtskreises Carnap

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Interessiert lauschen die Teilnehmer den Geschichten, die Reinhold Adam lebhaft vorträgt. (Foto: Bettina von der Höh)
Essen: Mühlenemscherweg | Auch die zweite Mühlenemscher Safari des Geschichtskreises Carnap,die im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europa“ unter den Titel „ Sagen und Geschichten rund um die Mühlenemscher“ am 22.April 2017 stattfand war von Erfolg gekrönt. Die Initiatorin der Safari und Sprecherin des Karnaper Geschichtskreises Bettina von der Höh begrüßte am Treffpunkt fast 50 wissbegierige Teilnehmer , die sich unter der Leitung des Horster Heimatkundler Reinhold Adam auf den Weg machten, um schöne bis grausige Geschichten des Grenzgewässer zu lauschen. Die Teilnehmer erfuhren, untermalt mit Karten und Fotos, das am Mühlenemscherweg der an der Grenze von Horst und Karnap verläuft, einmal die Mühlenemscher floß,die einmal jahrhunderte die Horster Mühle antrieb und die mit den Jahren nach der Begradigung der Emscher nach 1910/11 zur Köttelbecke verfallen ist und bereits 2005 eine Renaturalisierung erfuhr und heute als ruhiges Bächlein ihr Dasein fristet. Reinhold Adam, der sich neben in Horst und Nordsternpark auch in Karnap mit Führungen durch den Stadtteil einen Namen gemacht hat, wußte einiges zu berichten, so über die vielen Emscherarme und zahlreichen Überschwemmungen der Emscher , die der Bevölkerung von Karnap , aber auch die Nachbarorte Horst und Welheim zusetzten. Einige Teilnehmer konnten aus eigener Erinnerung Adams Erläuterungen zum Thema Überschwemmungen ergänzen, die sie über die letzte große Emscher Überschwemmung im Februar 1946 hatten. Wobei sie die große Hilfsbereitschaft der Menschen hervorhoben. Zu dieser Zeit war auch schon lange der Fischreichtum der Emscher Geschichte, der auch in der Küche des im Essener Stift geschätzt wurde. Auch die unrühmliche Rolle der Mühlenemscher zur Zeit der Hexenprozesse in Horst in den Jahren 1609 - 1613 brachte Adam zur Sprache, da dort an der Horster Mühle die Wasserproben durchgeführt wurden. Wenn die Person die im Mühlenteich geworfen wurde unterging war sie Unschuldig. Schwamm sie oben war das der Beweis ihrer Schuld und ihr Leben endete durch Scharfrichter Hand. Die fast zweistündige Safari entlang des begehbaren Teiles des Mühlenemscherweges , dessen Ende wegen Bauarbeiten gesperrt ist , hat die Teilnehmer soweit verzückt, das viele auch an der nächsten Safari teilnehmen möchten, dann geht es am Samstag, den 06.05.2017 von 10-12 Uhr mit Ursula Stratmann zur Wildkräuter-Exkursion an der Mühlenemscher . Weitere Infos auf der Homepage: http://www.ursula-stratmann.de/ Der Treffpunkt ist an der Lohwiese, in Essen – Karnap, Eingang Pumpwerk der Emschergenossenschaft.
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2 Kommentare
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Reinhold Adam aus Gelsenkirchen | 26.05.2017 | 14:46  
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Reinhold Adam aus Gelsenkirchen | 20.06.2017 | 15:20  
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