"Rain Man" - ein Muss für Theater-Fans

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Karl Walter (links) und Pablo Sprungala als Raymond und Charles Babbitt in „Rain Man“. Pablo ist auch als TV-Schauspieler bekannt, so war er einst der Vincent im Soko Leipzig-Team.Foto: TiR
Essen: Theater im Rathaus |

„Rain Man“ im Theater? Der Filmmit Tom Cruise und Dustin Hoffman ist noch gut im Gedächtnis - und das soll auf der Bühne gehen? Die Inszenierung, die das Theater im Rathaus noch bis zum 24. November zeigt, beweist das. Und wie.

Charles Babbit, Unternehmer vor dem finanziellen Untergang, erfährt, dass sein Vater gestorben ist. Bei der Testamentsvollstreckung erfährt er, dass er einen Oldtimer und Rosen geerbt hat. Die 7 Millionen seines Vaters gehen an eine Stiftung mit unbekanntem Nutznießer. Er recherchiert und bekommt heraus, dass der Treuhänder ein Heimleiter ist. Vor Ort trifft er auf den „Nutznießer“, der sein Bruder ist, von dem er nichts wusste...

7 Millionen - oder die Rosen?


Dieser Bruder ist hochbegabter Autist, nicht lebenstüchtig, aber für Charles 7 Millionen schwer. Er will seine Hälfte und entführt seinen Bruder...
Im Theater im Rathaus stehtPablo Sprungala als energiegeladener, ungerecht behandelter Charles auf der Bühne. Nur langsam stellt er fest, dass sein „verrückter“ Bruder ein Mensch ist. Einfühlsam spielt Sprungala diese Entwicklung, die sein Charles vom gefühllosen, geldgeilen Macho zum sensiblen Bruder nimmt.

Liebenswerter Autist


Als Autist Raymond Babbitt steht mit Karl Walter Sprungala Pablos Vater auf der Bühne. Er ist bis in die gekrümmten Fingerspitzen Autist, nie übertrieben, immer auf den Punkt. Das Publikum bemerkt seine liebenswerte Seite schneller als Charles, schließt ihn rasch in sein Herz und murmelt sein „Ich weiß nicht“ oder „nass“ gern mit.
Das homogene Bühnen-Team wird von Marsha Zimmermann (Susan, die Charles liebt und Raymond küsst), Peter Kempkes (Dr. Bruener) Lucia Peraza Rios und Frank Jordan komplettiert.

Homogenes Team auf der Bühne


„Rain Man“ auf der Bühne funktioniert nicht nur, sondern ist eine absolut sehenswerte Inszenierung, bei der man ganz nah dran ist an den ungleichen Brüdern.

Stehende Ovationen


Zum Schluss gab es die lautesten Bravo-Rufe für Karl Walter Sprungala und stehende Ovationen vom Publikum für alle, was im Theater im Rathaus nicht die Regel ist.
Kartengibt es unter Telefon 0201/2455555.
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