Red Dot Design Museum: Revolution in 3-D

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3-D-Druck macht´s möglich: Die künstlerische, dreidimensionale Darstellung aller Gefäße eines Kopfes. Foto: AlexaL.
 
Filigranes Designer-Kleid aus dem 3-D-Drucker. Foto: AlexaL.
Essen: red dot design museum | Sensationelle Ausstellung von 3-D-Druck-Objekten im Welt-Design-Olymp auf Zollverein

Weltkulturerbe Zollverein: Das Red Dot Design Museum im Kesselhaus der Zeche Zollverein (ab Haupteingang gleich rechts zum Roten Punkt) ist ja immer einen Besuch wert: Auf 4000 Quadratmetern können sich Besucher in fünf Etagen in der welt-größten Ausstellung zeitgenössischen Designs inspirieren lassen: Vom riesigen Liegesofa (Ausprobieren erwünscht) bis zum schicken Unterwegs-Geschirr oder von der Decke hängenden Automobil-Rohlingen). Was praktisch und formschön ist auf dieser Welt, hier ist es zu sehen. Ausgezeichnet mit dem „Red Dot Design Award“, von renommierten Fachleuten jedes Jahr an besonders gelungene Design-Leistungen vergeben, dem das Museum seinen Namen verdankt. Über 150.000 Besucher pilgern jedes Jahr ins Kesselhaus und genießen auch die zahlreichen Sonderausstellungen. Fachleute weltweit, wie hiesige Studenten freuen sich jetzt auf ein ganz besonderes Highlight im Design-Olymp auf Zollverein:

Die Deutschland-Premiere der Ausstellung von „Making a Difference / A Difference in Making“, die bis zum 30. Oktober unglaubliche Objekte aus der 3-D-Drucker-Herstellung präsentiert:

Die Zukunft hat ja längst begonnen: 3-D-Drucker stellen inzwischen von individuell geformten Schuhsohlen, Zahn-Implantaten, medizinische Prothesen aus Titan, Fahrrad-Gestelle, auch Kitsch, Spielzeug, Designer-Brillen, Eins-zu-Eins Repliken bis zu Nach-Schöpfungen historischer Kunstwerke alles her, aber auch neue bionische Leichtmetall-Flugzeugbauteile (aus Aluminium-Pulver im Laserschmelzverfahren) für den Airbus A350 XWB. Millimeter für Millimeter wird aus winzigen Pulverpunkten Schicht für Schicht „ausgedruckt“. Das kann schon mal noch zwei bis drei Tage dauern, aber dieses Herstellungsverfahren verbraucht wesentlich weniger Material und ist immer passgenau. Filigrane Modell-Kleider, aus üblichem Textil nie zu nähen, sind plötzlich kinderleicht einfach da.Passende Schuhe gleich dazu.

Von der Idee zur Realisation

Neue materialsparende Techniken für Produkte, nach Gebrauch auch wieder leicht zu recyceln, weil aus wenigen und leicht zu trennenden Materialien gefertigt. Das Bremer Unternehmen Materalise ist führend auf dem Gebiet des 3D-„Drucks“. Vor 27 Jahren von Forschern der Uni Bremen entwickelt, entstand daraus ein echtes Zukunfts-Unternehmen. Das inzwischen in 18 Ländern auch individuelle 3D-Software-Entwicklung für Firmen anbietet. Die Bremer stellen einzigartige Objekte so unterschiedlichster Bereiche wie Medizin, Möbel- und Produkt-Design, Textilien und Kunst für diese außergewöhnliche Ausstellung. Und informieren eindrucksvoll videounterstützt über Entwicklungen von der Idee zur Realisation.

Kuratorin Marta Malé-Alemany, Spezialistin für Design-Innovation, hat die Ausstellung ursprünglich für die Europäische Hauptstadt Brüssel konzipiert. Wo sie vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert wurde. Und wie es sich für eine wirklich gut gemachte Exhibition gehört, wird auch die Kern-Frage nach den gesellschaftlichen Auswirkungen gestellt: Denn durch die Herstellungsmethode 3D wird das Erzeugen vieler Dinge ja irgendwie auch „demokratischer, weil billiger und individueller“. Wer weiß, vielleicht „drucken“ wir einmal dreidimensional unsere eigenen Designer-Klamotten, fehlende Ersatzteile, ja Organe oder andere nützliche Dinge einfach selber aus? Im Red Dot ist die Zukunftsmusik schon fast von gestern, die Entwicklung rast. Sehens- und verstehenswert! (cd)

Im Red Dot kann man noch bis zum 30. Oktober in Echtzeit erleben, wie die Produktions-Welt neu gedacht und neu erfunden wird. Hingehen! Absolut sehenswert! Mehr unter: www.red-dot-design-museum.org.
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