Als es das Wort Integration noch nicht gab oder Gastarbeiter

Anzeige
Es war einmal, so fangen normalerweise Märchen an.

Es war einmal, da hatten wir soviel Arbeit, daß wir Gastarbeiter
riefen. Gefiel den meisten nicht, aber Regierung fragt nicht.

Schlote rauchten, die Erde voller schwarzem Gold, Stahlwerke-
Schicht um Schicht. Die deutschen Arbeiter, arbeiteten und
arbeiteten und verstanden gar nicht, daß wir Gastarbeiter brauchten.

Doch dann waren sie da, Italiener, Griechen, Polen, Jugoslawier, Spanier,
Menschen voller Hoffnung auf ein besseres Leben und viel Willen
und Kraft zu arbeiten, was sie dann auch taten. Sicherlich kam es
zu Rangeleien und Schwierigkeiten wie auch nicht.

Von Intergration war gar keine Rede, warum auch. Sie arbeiteten
zusammen mit unseren Bewohnern, lernten sich kennen, achten,
und fingen an deutsch zu reden, egal wie. Unsere Kultur kennen-
zulernen war ja einfacher als jetzt, denn ihre stand unserer Kultur und unserer
Religion recht nah.
Die Zeit verging und mit ihr die ersten Gastarbeiter. Sie hatten gutes
Geld verdient, was sie in ihrer Heimat investierten. Gut gemacht, Gastarbeiter.

Viele, viele blieben, hatten hier ihre Existenz aufgebaut und so mancher
war stolzer Ehemann und Vater geworden.
Sprachunterricht, Benimmkurse, Flirtkurse, beide Seiten hätten sich
stark verwundert. Sie hatten sich aneinander gewöhnt.

Dann aufeinmal " Komm, lass uns zum Griechen gehen" gemeint war
einer der ersten Speiselokale. Mein Bruder und ich dachten "Tsatsiki"
wäre ein Dressing und Ouzo ein Magenbitter.
Dabei blieb es nicht, jugoslawische Restaurants, Italiener ( Oh Pizza ohne
Ende ) chinesische Imbisse. Dann kamen die türkischen Gemüse-Läden
und Bäckereinm griechische Schneider. Das alles ohne zahlreiche Helfer.

Nun, die kleinen deutschen "Tante Emma" Lädchen waren sowieso von
den großen Konzernen geschluckt.

Kein Mensch sagte was von multi-kulti, es war einfach ganz normal
geworden., einfach bunter. Ja, es ging auch ohne Kopftücher, die
trugen höchstens unsere "alten " Frauen.

Schau auf die Natur, die wächst auch ohne Kurse.
Ich schau in den Abendhimmel, den wunderbaren, und frage
nach diesem neuen Wachstum ( sprich Intergration ) die
blinkenden Sterne. Sie antworten mir nicht.
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
7 Kommentare
15.051
Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 22.09.2016 | 14:58  
2.033
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 22.09.2016 | 17:25  
15.051
Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 23.09.2016 | 09:17  
2.033
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 23.09.2016 | 10:22  
15.051
Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 23.09.2016 | 14:25  
22.638
Helmut Zabel aus Herne | 23.09.2016 | 15:03  
2.033
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 23.09.2016 | 16:11  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.