Als Herr Müller starb

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Dunkelheit über den Kontinent
Als Herr Müller starb, sagte er zu Frau Müller " Ich wollte immer
alles richtig machen !"
Frau Müller betrachtete das als Ihr eigens empfangenes Vermächtnis.
Es wurde ganz schlimm mit ihr, denn es überfiel sie ein Helfersyndrom.
Ja, sie wurde ziemlich großzügig mit ihrem (Helfer) Geld bis ihr
Konto "aua " sagte. Doch doch rechnen konnte sie noch ganz gut,
denn Herr Müller war u.a. Mathematiker und teilte ihr oft genug
seine Bedenken mit. Sie lernte ihre Lektionen ziemlich schnell.

Frau Müller zog um in ihre alte Heimat, fühle sich glücklich und wohl.
Außer bei den Müllproblemen, speziell die Aschentonnen machten
sie nervös, wenn die voll waren und jemand hatte vergessen sie
an den Strasserrand zu stellen. Sie sagte sich dann, was geht es
denn mich an. Wirkte nur kurzfristig, weil sie ja alles richtig machen
mußte.

Dann ein großer Schreck, zu bemerken, daß richtig machen,
nicht für jedermann das gleiche bedeutete. Frau Müller konnte
sich beim besten Willen nicht vorstellen, daß
Köpfe und Hände abschlagen,
Gegner zermalmen,
anders denkende en gros einzusperren,

das Richtige sein sollte. Bisschen Angst hat sie, die Frau Müller,
ob die ausgestreckte europäische Hand auch dran bleibt.
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5 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 18.07.2017 | 14:46  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 18.07.2017 | 18:05  
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Helmut Zabel aus Herne | 18.07.2017 | 19:50  
3.400
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 18.07.2017 | 20:07  
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Ingrid Schattberg aus Essen-West | 24.07.2017 | 08:51  
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