Altenessen-Konferenz: Am 3. März mitdiskutieren zum Thema Image

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Sie laden alle Bürger ein, am Sonntag mitzudiskutieren: (v.l.) Oktay Sürücü (Essener Verbund der Immigrantenvereine), Achim Gerhard-Kemper (Evang. Kirchengemeinde Altenessen-Karnap), Bernd Bengfort (Kath. Pfarrgemeinde St. Johann Baptist), Tanja Rutkowski (ISSAB), Klaus Wermker (Moderator) un Gerd Hußmann (Interessengemeinschaft Altenessen).
„Wo stehen wir?“ Das fragen die Veranstalter der 1. Alten­essen-Konferenz mit Blick auf das Image des Stadtteils. Zur Diskussion laden sie alle Bürger am kommenden Sonntag, 3. März, von 11 bis 13 Uhr in der Zeche Carl ein.
Es ist wohl keine gewagte Prognose, dass die Kunstaktion, die gerade an der alten Tankstelle gegenüber vom Altenessener Bahnhof läuft, zum Stoff der Debatten gehören wird. Kunst will oft provozieren, und das ist dem Künstler Gigo Propaganda gelungen, wie verschiedene Beiträge auch hier im Lokalkompass Essen-Nord zeigen.

Provokant will auch Uli Weinstock sein, der mit einer Reihe von Thesen die Diskussion anregen soll. Um Potentiale soll es gehen, aber auch um Probleme.
Das Thema Sicherheit sehen die Organisatoren dabei nicht im Vordergrund. Gerd Hußmann (Interessengemeinschaft Altenessen): „2010 war sie das große Thema, aber das ist jetzt überholt.“ Die Probleme von damals seien nicht mehr dieselben von heute

Ein Image hängt auch von der Perspektive ab: Ist das Glas halb leer oder halb voll? In Altenessen wurde immer wieder darüber diskutiert, mal hier, mal dort und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die 1. Altenessen-Konferenz will sich nun gezielt des Themas annehmen.
„Es geht um die Stärken des Stadtteils“, sagt Pfarrer Achim Gerhard-Kemper mit Blick auf die Veranstaltung, die am Sonntag, 3. März, um 11 Uhr in der Zeche Carl beginnt. „Wir wollen nichts schön­reden, sondern Probleme und Schwachpunkte ansprechen, aber nicht nur sie.“ Altenessen sei ein lebenswerter Stadtteil, den es noch schöner zu machen gelte.
Lebenswert, das betonen die Organisatoren, sei er vor allem in den Augen der Altenessener. Die lassen sich ihren Stadtteil nicht gerne madig reden oder schreiben, auch wenn sie selber oft genug Kritik üben.
Wer fragt, was denn eine Konferenz bewirken könne, dem erklärt Moderator Prof. Klaus Wermker, der seit vielen Jahren die Katernberg-Konferenz moderiert, mit Blick auf das Bewusstsein der Menschen: „Die klimatischen Veränderungen sind gar nicht hoch genug einzuschätzen.“

Damit das Klima sich unter möglichst breiten Bevölkerungsschichten verbessert, wurden in den Veranstalterkreis verschiedene Gruppen eingebunden. Während für die Katernberg-Konferenz vor allem die Werbegemeinschaften des Bezirks VI verantwortlich zeichnen, sind in Altenessen neben der Interessengemeinschaft auch die Kirchengemeinden und der Verbund der Immigrantenvereine beteiligt. Und das ISSAB (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung).
Bewusst zurückgehalten, so Gerd Hußmann von der Interessengemeinschaft, haben sich Politiker, wiewohl sie am Sonntag natürlich mitdiskutieren werden. An verschiedenen großen Tischen sollen immer wechselnde Partner nach den einführenden Thesen von Uli Weinstock (ehemaliger EMG-Geschäftsführer) miteinander ins Gespräch kommen.

Im Gespräch für eine Teilnahme waren auch Organisationen aus Vogelheim und Karnap. Während die einen (Vogelheim) es bei ihrer seit Jahren, wenn auch weniger öffentlich, bestehenden Stadtteilkonferenz belassen wollen, sagen die anderen (Karnap): Macht erst mal, dann sehen wir weiter. Auch das ist also ein Unterschied zum Katernberger Vorbild. Dort geht es nicht um einen Stadtteil, sondern den ganzen Bezirk VI.
Altenessen alleine hat allerdings nicht weniger Einwohner.
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