Altenessener machen sich ein Bild von ihrem Stadtteil

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Fragen stellen, Probleme definieren, Ideen sammeln, um sie zu lösen. Das war das Motto bei der ersten Altenessen-Konferenz und soll es auch wieder bei der zweiten am Sonntag sein. (Foto: Gohl)
Essen: Zeche Carl | Aus dem, was den Bürgern bei der ersten Altenessen-Konferenz auf den Nägeln brannte, ergab sich das Thema der zweiten. Und so geht es am 8. September in der Zeche Carl um die Frage, wie man gemeinsam für ein gepflegteres Stadtbild sorgen kann.

von sabine pfeffer

Mit rund 300 Teilnehmern platzte die erste Veranstaltung ihrer Art Anfang März fast aus den Nähten. Nicht jeder fand einen Sitzplatz in der Turnhalle. Diesmal ist um 11 Uhr die Kaue der Treffpunkt, aber sitzen kann jeder, denn auf die Tische wird verzichtet, wodurch sich mehr Platz ergibt.
Der aus 18 Personen bestehende Vorbereitungskreis hat den Ablauf vorbereitet. Zunächst gibt es eine Einführung durch Podiumsteilnehmer, die zum Beispiel Grün und Gruga bzw. Picobello vertreten. Auch Paten des Krupp-Parks in Altendorf sind dabei.

8. September ab 11 Uhr
in der Zeche Carl

Gerade letztere haben Erfahrung mit ehrenamtlichem Engagement. Denn es geht nicht einfach darum, den Entsorgungsbetrieben und anderen zu sagen, was sie besser machen sollen, betont Tanja Rutkowski vom Vorbereitungskreis: „Sondern es geht darum, wie sich Institutionen und Bürger ergänzen.“
Nach diesem Plenumsgespräch werden Gruppen gebildet, in denen konkrete Vorhaben überlegt werden. Damit alles möglichst wohnortnah geschieht, werden die Gäste zu Beginn gefragt, in welcher Straße sie wohnen.
„Wenn wir von Sauberkeit reden, meinen wir aber nicht nur wilden Müll“, sagt Bernd Krugmann vom Stadtteilbüro Altenessen. Auch der Zustand von Immobilien, öffentlichen Plätzen und privatem Gelände werde von vielen Anwohnern moniert. Ihn zu verbessern sei eine langfristige Angelegenheit, doch erste Schritte habe man schon getan.

Altenessen-Konferenz am 8.September

Das Interesse bei der Konferenz im März war riesig, aber führt es zu konkretem Handeln? Tanja Rutkowski ist vorsichtig optimistisch: „Wenn unter 100 Leuten zwei Gruppen sich bilden, die arbeiten, wäre das schon viel.“ Arbeiten kann heißen, die Patenschaft für ein Baumbeet zu übernehmen. Und noch mehr Menschen zu überzeugen, dass man Verpackungen, die man unterwegs öffnet, mit nach Hause nimmt und nicht irgendwo fallen lässt.
So gesehen kann jeder etwas tun, und genau das ist auch Ziel der Altenessen-Konferenz. Bernd Krugmann: „Wir müssen weg von dem Gedanken: Ich kann ja sowieso nichts machen.“

Was tun für ein gepflegtes Stadtbild?

Manche aus dem Vorbereitungskreis befürchten, dass nach dem Reiz des Neuen nun weniger Teilnehmer den Weg in die Zeche Carl finden werden. Andere hoffen auf den Effekt, der beim ersten Mal deutlich spürbar war: „Endlich tut sich mal was!“
Wer noch einen Anreiz braucht, den lockt vielleicht Moses W.. Er erklärt, was ein Comedian unter einem gepflegten Stadtbild versteht.
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