Frieden zählt: Am Samstag wird der Gandhi-Preis für zivilcouragiertes Handeln erstmals auch in Essen vergeben

Wann? 16.05.2015 16:00 Uhr

Wo? Marktkirche, Markt, 45127 Essen DE
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Superintendentin Marion Greve, Preisträger Raphael Eck, Preisträgerin Chantal Mielenz und Reinhold Weber, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. (v.l.n.r.)
Essen: Marktkirche |

Zum ersten Mal wird am kommenden Samstag, 16. Mai, um 16 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, der Gandhi-Preis, eine Auszeichnung für zivilcouragiertes Handeln, auch in Essen vergeben: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frieden zählt!“ würdigen die Evangelische Kirche in Essen und die Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. den Einsatz eines Schülers und einer Schülerin der Frida-Levy-Gesamtschule gegen Gewalt und Mobbing.

Große Hilfsbereitschaft in einer bedrohlichen Situation

Raphael Eck, Jahrgangsstufe 11, hat ein hohes Maß an Zivilcourage gezeigt: In einem gewaltsam ausgetragenen Konflikt hat er nicht weggesehen, sondern sich für zwei Mitschülerinnen eingesetzt, die bedroht wurden. Dabei wurde er selbst verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Chantal Mielenz besucht die 10. Jahrgangsstufe und ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld sozial und zivilcouragiert engagieren können. Mit großem Einsatz kümmerte sie sich um die Interessen und Probleme von Grundschülern und engagierte sich dabei in einem besonderen Fall auch gegen Mobbing. Beide Preisträger wurden dem Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises von der Schülervertretung der Gesamtschule zur Auszeichnung vorgeschlagen.

Laudatio von Friedensforscher Martin Arnold

Den Festvortrag hält der Essener Friedensforscher und evangelische Theologe Martin Arnold zum Thema „Gütekräftig Handeln nach dem Vorbild Mahatma Gandhis“; Pfarrer Dietmar Klinke, Schulreferent des Kirchenkreises, spricht ein Grußwort. Auch in den nächsten Jahren will sich die Evangelische Kirche in Essen als Pate für die Vergabe des Gandhi-Preises einsetzen.

Musikalische Gestaltung

Musikalisch umrahmt wird die Feier mit „Friedensseufzer und Jubelgeschrey zum Westfälischen Friedensschluss“: Das Vokalensemble Vollklang und der Bläserchor Hora Decima bringen Werke von Heinrich Schütz, Johann Krüger und Thomas Selle zu Gehör. Die musikalische Leitung hat Kreiskantor Thomas Rudolph.

Zugleich Finissage der Ausstellung "Peace Counts"

Mit der Veranstaltung geht in der Marktkirche auch die Ausstellung „Peace Counts“ zu Ende – die Präsentation über Friedensmacher in aller Welt ist ebenso wie die Vesper und Preisverleihung Teil einer Reihe zur Erinnerung an den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 (Internet: Veranstaltungsreihe "Frieden zählt!" vom 14. April bis 20. Mai 2015 in Essen).

Der Eintritt ist frei.

Stichwort: Gandhi-Preis

Der „Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung“ der Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. versteht sich als sozial-kulturelles Projekt. Jedes Mitglied der teilnehmenden Schulgemeinde kann Personen vorschlagen, die Zivilcourage gezeigt oder Initiativen zur gewaltfreien Veränderung ergriffen haben (Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern, Angestellte…). Der Gandhi-Preis wird jährlich an der jeweiligen Schule an mindestens eine Person oder an eine Gruppe verliehen. In Nordrhein-Westfalen wurden bislang rund 200 Preisträger im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung ausgezeichnet; in Essen wird der Preis zum ersten Mal vergeben. Preisträger erhalten insgesamt je 100 EUR als Preisgeld und eine Urkunde. (Internet: Homepage der Fördergemeinschaft, die den Gandhi-Preis vergibt).
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