„Helden des Alltags“: Jörg Duda hilft ehrenamtlich beim Integrationsmodell Essen e.V.

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„Miteinander im Leben“ ist das Motto des Integrationsmodell Essen e.V., das sich für ein Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen einsetzt. Doch bliebe dieses Motto wohl nur frommer Wunsch, gäbe es nicht ehrenamtliche Helfer wie Jörg Duda.
2007 kam Jörg Duda das erste Mal nach Essen und fühlte sich direkt pudelwohl in seiner neuen Heimat. Nur einen Lebensinhalt neben Beruf und Privatleben suchte der 46-jährige lange vergebens, bis er auf die Arbeit des Integrationsmodell Essen e.V. aufmerksam wurde. „Anfang 2013 habe ich gedacht, ich muss jetzt was tun und dann habe ich das Integrationsmodell im März über die Ehrenamtagentur Essen kennengelernt und zuerst bei der Tischtennisgruppe geholfen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und dann wurde das immer mehr“, erzählt der aus Leipzig stammende Duda.

„Man lernt auch selber viel dazu“

Mittlerweile ist er wohl kaum noch aus so mancher der zahlreichen Freizeitgruppen des Integrationsmodells wegzudenken. Ob beim Kerzen ziehen, der Foto Arbeitsgemeinschaft, dem Theaterprojekt, den 14-tägigen Kreativtreffs oder dem inklusiven politischen Stammtisch, Jörg Duda ist immer dabei, hilft bei Vorbereitung, Durchführung der Projekte sowie Nachbereitung, gibt den Teilnehmern, wenn nötig, Hilfestellung und genießt dabei jeden Moment. „Die Angebote sind das eine, aber das Zuzsammensein, das miteinander Umgehen und das gemeinsam etwas erleben, das ist das Schöne“, verrät der gelernte Erzieher.
Mittlerweile scheinen die Gruppen jedoch schon viel mehr für den 46-jährigen zu sein als „bloßer“ Ort der Begegnung. „Man lernt in den Gruppen auch selber viel dazu. Mich fasziniert besonders, dass Menschen die so eine Einschränkung haben, diese Momente in ihrem Leben sehr genießen können, was mir persönlich durch den Stress in der Arbeit manchmal durchgeht. Das ist sehr schön zu sehen. Und natürlich, dass man durch Worte und Taten viel bewegen kann“, erklärt er.
Seine Überzeugung ist es, dass man manchmal nur auf einen anderen Menschen zugehen und eine kleine Hilfestellung leisten muss, um ihn glücklich zu machen. „Da ist nicht viel dabei, das tut keinem weh und mir macht das besonders viel Spaß, wenn ich sehe, wie die Leute sich dann freuen, dass etwas geklappt hat. Vielleicht auch, weil ich selber weiß, wie man sich fühlt, wenn man um Hilfe bitten muss“, sagt der seit einem Unfall in der Kindheit halbseitig spastisch gelähmte Duda.

Jeden mit Respekt behandeln

Insofern ist seine ehrenamtliche Arbeit beim Integrationsmodell auch „ein Stück weit Aufklärung. Ich will Hemmungen aufweichen und zeigen, dass man jeden Menschen mit dem Respekt behandeln soll, den er verdient hat“, erklärt Jörg Duda, der deswegen auch in Zukunft das Integrationsmodell Essen e.V. bei seiner Arbeit ehrenamtlich unterstützen will.
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Von Michael Hügens
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2 Kommentare
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 11.11.2013 | 12:29  
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Hans-Jürgen Radmacher aus Essen-West | 11.11.2013 | 12:47  
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