K.L.U.G.e Unternehmen - nicht nur aus Katernberg

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Inge Hujo und Sybille Hellier (v.l.) organisieren das K.L.U.G. Netzwerk Essen vom Steigerhaus aus, das in Katernberg gegenüber vom Triple Z steht. (Foto: Gohl)
Eine Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden möchte das K.L.U.G.-Netzwerk sein. Um möglichst viele von ihnen zusammenzubringen, sind Messen eine gute Gelegenheit. Deshalb werden derzeit mehrere solcher Veranstaltungen vorbereitet. Die erste, eine Gesundheitsmesse, soll am 26. Mai im Triple Z stattfinden.

Der Veranstaltungsort ist kein Zufall, denn gleich gegenüber ist das K.L.U.G.-Netzwerk angesiedelt: In einem der Steigerhäuser sitzen Sybille Hellier und Inge Hujo in einer Bürogemeinschaft mit einer Energieberatung. Demnächst schließt sich eine Heilpraktikerin an. Ungewöhnliche Zusammenstellung? Nicht, wenn man bedenkt, dass ein Netzwerk auch für vielfältigen Austausch gedacht ist.
Zugleich ist das K.L.U.G nicht auf bestimmte Branchen oder Beratungsbereiche festgelegt. „Wir wollen weiter gehen als Unternehmensberater es normalerweise tun - über den Businessplan hinaus“, sagt Sybille Hellier, die nicht nur für den Essener Zusammenschluss zeichnet. Sie ist Hauptlizenznehmerin in dem 2005 von Ernst Heiter in Duisburg gegründeten und ursprünglich für Künstler und Publizisten gedachten Zusammenschluss. Dieser ist inzwischen in 18 Partnerstädten vertreten.
Die Abkürzung mit den modischen Punkten steht für „Kompetente lokale Unternehmer Gemeinschaft“. 82 Mitglieder sind in Essen gelistet. Sie zahlen bis zu 120 Euro im Jahr und erhalten dafür Beratung bei der Existenzgründung, Teilnahme an Stammtischen mit Vorträgen, Workshops und vieles mehr.

Die Selbstständigen nicht allein lassen ist das Bestreben der Netzwerkerinnen. Viel Arbeit, die sie nebenberuflich machen. „Leben könnte man davon nicht“, sagt Sybille Hellier. Besser leben sollen aber alle, die sich dem Netzwerk anschließen. Und besser klar kommen mit der für viele ganz neuen Selbstständigkeit. Auf Existenzgründer strömt jede Menge ein, deshalb ist es schwer, rechtzeitig zu planen und gegen Probleme gewappnet zu sein. Das beginnt damit, eine Steuernummer zu bekommen, um Rechnungen schreiben zu dürfen. „Dauert in Essen oft Monate, in anderen Städten geht es viel schneller“, bilanziert Inge Hujo. Und es endet mit dem Notfallplan, falls der Freiberufler plötzlich ins Krankenhaus muss. Wer leert den Briefkasten, auch den elektronischen, und überweist die Miete? Wer hat eine Vollmacht? „Niemand kann an alles denken“, sagt Sybille Hellier. Gut, wenn man aufgefangen wird von einem Netzwerk aus erfahrenen Kollegen.

Frauen, sagt man, sind Kümmerer und in Familien zuständig für die Gesundheit. Wenn das Netzwerk eine Art Familie darstellt, ist es kein Wunder, dass Hellier und Hujo sagen: „Die Gesundheit der Unternehmer und ihrer Familien liegt uns am Herzen.“ Das und beider Interesse für Gesundheitsthemen münden nun in der Messe im Triple Z. Sie soll die Vielfalt des Netzwerks widerspiegeln: von Darmsanierung bis zur Glückswissenschaft.
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