"Leni" hat kein Rezept fürs Älterwerden: Ältestes Essener AWO-Mitglied wird 103

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Helene Reinhold, ältestes Essener AWO-Mitglied, feierte kürzlich ihren 103. Geburtstag. "Leni", wie sie ihrer Freunde nennen, hat kein Rezept für das Älterwerden. Vielleicht ist es das ehrenamtliche Engagement, das sie viel jünger wirken lässt.

Die Jubilarin ist nun älter als die Arbeiterwohlfahrt, deren ältestes Essener Mitglied sie ist. Schon früh am Morgen trafen sich Familie und Freunde in der Gaststätte „Alt Carnap“ um die äußerst agile Seniorin hochleben zu lassen. Diese „thronte“ am Kopf des Tisches und beteiligte sich aktiv an den Gesprächen um sie herum. Unterhaltungen in Gange zu bringen, Gemeinschaften zu organisieren und Pläne zu verwirklichen gehörte über Jahrzehnte zu ihrem Alltag.

Bis zu ihrem 95. Lebensjahr leitete Leni einen Seniorenclub im Karnaper AWO-Ortsverein. Seit den frühen 1970-er Jahren setzte sich die rüstige Rentnerin, die einst an den Kühlöfen von Ruhrglas arbeitet, bei der AWO für die Interessen der Senioren in ihrem Stadtteil ein. Ehrenamtlich aktiv zu sein, war für die Jubilarin eine Lebensaufgabe. Inzwischen hat sie die Seiten gewechselt und ist Gast in „ihrem“ Club. „Sehr oft bin ich allerdings nicht mehr dabei, weil ich mit meinen Enkeln oft verreise. In der nächsten Woche geht es wieder an die Mosel“, freut sich die aktive Seniorin. „Wenn die AWO-Clubräume am Karnaper Markt fertig renoviert sind, möchte ich mir das aber alles ansehen. Das interessiert mich schon sehr.“ Die AWO wird ihr ältestes Mitglied selbstverständlich zur Wiedereröffnung der neu gestalteten Räume im Herzen des Stadtteils einladen.
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