Nur ein altes Kaufhaus Teil II

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Kriegsende

Die Frau hatte einen Staubsauger unter dem Arm und ein kleines
Mädchen an der Hand. Sie liefen der Strassenbahn-Linie 7 ( jetzt
Kultbahn) entlang Richtung Gelsenkirchen und wollten zur WEkA.
Die Frau schwieg penetrant, wenn das Mädchen mit ihren kleinen
Fingerchen auf Trümmer zeigte " Mama, da kaputt "
Schließlich standen sie vor der WEKA, die enigermassen erhalten
geblieben war und traten ehrführchtig durch das große Portal.
Tatsächlich die Rolltreppe war wieder in Betrieb und fuhr sie
vorbei an zig Etagen hinauf in die oberste. Vom Glanz und Gloria
des ehemaligen Cafe´s keine Spur mehr.
Ein Mann nahm Mama strahlend den Staubsauger ab und zeigte
auf ein Regal voller Puppen. "Such Dir eine aus " da strahlte
auch Mama. Wir waren in einer "Tausch-Zentrale " Ja, Menschen wissen sich zu helfen.
Sofort gefiel mir " Heidemarie", die alles hatte, was eine Puppe
begehrenswert macht. Die Heidemarie mit den Kulleraugen,
mit dem Cellophan . Körper, die mit den blonden echten Menschen-
haaren. Viele viele Jahre blieb sie bei mir, bis sie eines spurlos verschwand.

Wenn ich heute vor dem Westfalen-Kaufhaus stehe und zur obersten
Etage blicke, frage ich mich so manches.
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6 Kommentare
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Helmut Zabel aus Herne | 17.10.2015 | 13:57  
1.849
Clarissa Strömer aus Essen-Nord | 17.10.2015 | 15:07  
241
Kirsten Wingert aus Düsseldorf | 17.10.2015 | 22:18  
8.683
Bernfried Obst aus Herne | 18.10.2015 | 21:13  
2.405
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 19.10.2015 | 14:57  
5.897
Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 24.04.2016 | 14:46  
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